Diskussion

An dieser Stelle freue ich mich über Anregungen, Ideen, Kritik und vieles andere

Advertisements

110 Comments

  1. Tapfer für eine zivilisiertere Welt kämpfen, den Soldatenberuf langfristig überflüssig machen, vor allem aber – als Voraussetzung – Politikern, die die Dummheit besitzen, den Krieg als Mittel der Politik zu betrachten, in den Arm fallen!
    Als Oberstleutnant a. D. der Bw danke ich Ihnen für Ihren Mut und Ihre Initiative. Ich ahne, welchen Mut Sie aufbringen mussten, um Ihr Buch zu veröffentlichen.
    Ich verbeuge mich mit großem Respekt!

    • Hallo,

      Ich muß sagen, dass mich ihr Buch sehr bewegt. Nun ja vielleicht liegt es daran, dass ich “einige” von denen kenne, die damals dabei waren. Was heißt kennen, wir sind inzwischen sehr gute Freunde geworden. Es war sehr bewegend, wenn mir jeder von ihnen seine SIchtweise erklärte. Ich arbeite inzwischen mit dem Spieß vom Ablösekontingent zusammen. Leider erlebten 2 von unseren Leuten einen ähnlichen Anschlag, während wir dort unten waren. Ich gehe in diesem Jahr auch wieder. Es ist traurig was dort tagtäglich passiert und ändern können wir nix.

      Lg und Danke.

    • Liebe Frau Groos,

      Ihr Buch hat mich sehr beeindruckt, diese Offenheit ist gut und richtig. Besonders die Schilderungen um das Attentat vom 07.Juni 2003 haben mich sehr bewegt.
      Vor einiger Zeit habe ich einen Vortrag von einem Betroffenen, schwer verwundeten StUffz E. gehört. Er hat u. a. ein Bein, eine Auge verloren und andere schwere Verletzungen davon getragen.
      Aus meinem ehemaligen Kameradenkreis ist auch ein Feuerwerker 2002 umgekommen.
      Die Politik und viele Vorgesetzte stehen nicht hinter ihren Soldaten und nur sehr, sehr wenige stellen sich vor Sie. Die Wahrheit geht als Erstes verloren. Führen durch Beispiel – ist in vielen Fällen ein Fremdwort geworden und wird kaum umgesetzt.

      Als ehemaliger Berufssoldat hatte ich zwei mal großen Glück:
      – Viele meiner ehemaligen Ausbilder und Vorgesetzte waren Kriegsteilnehmer, entsprechend war die Ausbildung, Fürsorge und Kameradschaft. In der Regel eine sehr positive, prägende Erfahrung die ich weitergegeben habe. Ich konnte diese Werte und Erfahrungen in Ihrem Buch wiederfinden.
      Leider ist dieses nicht immer der Fall.
      – Ich musste während meiner aktiven Dienstzeit nicht in einen echten Einsatz.

      Ich bin gespannt auf Ihr neues Buch, wünsche Ihnen weiterhin Erfolg und den Mut Dinge so anzusprechen und darzustellen wie sie sind.

      Mit kameradschaftlichem Gruß
      Hilbert Ilie
      Oberstabsfeldwebel a.D. / d. Res

  2. Hallo Fr. Gross.

    Sie haben hier eine sehr tolle HP ins Netz gestellt. Es freut mich zu sehen dass es noch Leute gibt welche unsere gefallenen Kameraden noch in Ehren halten.
    Ich war 2003 auch im Einsatz. Ich habe den Anschlag miterlebt und musste als MP am Unglücksort arbeiten.
    Auch mich holen die Gedanken immer wieder ein wenn ich wie gestern ihren Bericht im TV sehe. Die Gerüche und Bilder lassen ein einfach nie mehr los.
    Es freut mich jedoch dass es ihnen den Umständen wieder gut geht.
    Ich wünsche ihnen alles alles Gute und verbleibe mit kameradschaftlichem Gruß.

    Daniel S. StUffz d.R.

  3. Hallo Frau Groos,
    meinen aller größten Respekt von Ihnen und Ihrem Mut.
    Heute ich habe in SWR 3 ein Gespräch mit Ihnen gehört.
    Das veranlasste mich auf Ihre HP Seite zu gehen u. auch nach Ihrem Buch zu schauen.
    ich denke, Sie haben in allen Belangen Recht – nach den letzten Vokommnissen erst recht.
    Ich hoffe, recht viele werden Ihr Buch lesen u. kann es unserem ” Verteidigungsminister”
    nur ans Herz legen, nicht nur auf den Nachttisch.
    Seien Sie recht herzlich gegrüßt von elke misch

  4. Hallo, Frau Groos,

    ich habe letzte Woche Stern TV gesehen, eigentlich war ich müde und wollte schlafen – aber der Beitrag über Sie und das Interview mit Ihnen hat mich so gefesselt, daß ich einfach weiterschauen musste.

    Sie sind so eine Frau, so hat es den Anschein, die ich anschaue und tief beeindruckt bin. Ich sehe Stärke, Liebe, und viel Charakter. Wie kann eine Frau weitermachen, wenn sie so viel erlebt hat? Sie haben recht: Weil Sie eine Frau sind. Dennoch bin ich der Meinung, es gibt viele, die NICHT wieder aufstehen, und die aufgeben.

    Danke, daß Sie nicht aufgegeben haben. Sie sind ein Paradebeispiel, für die Frauenwelt. Wir alle haben aus diesen oder jenen Gründen solche Phasen, wo wir einfach da sitzen, und nichts mehr tun können weil alles über uns hereinstürzt. Aber es sind solche Frauen wie Sie, die dann ihr Ventil finden und weitermachen können. Soche Frauen sind es, auf die es dann letztendlich immer ankommt.

    Stärke ist für mich nicht, immer alles ad hoc zu packen, alles zu schaffen. Stärke bedeutet für mich, wieder zu sich zu kommen, aufzustehen, weiterzumachen. Weil das Wiederaufstehen am meisten Kraft kostet…

    In den nächsten Tagen werde ich erstmal Ihr Buch lesen. Im Vorfeld stimme ich bereits dem Hr. Oberstleutnant Wick zu: Es hat bestimmt ganz viel Mut gekostet, dieses Buch zu veröffentlichen.

    Viele liebe Grüße

    S. Sauter

  5. Beim Lesen Ihres Buches erinnerte ich mich an Peter Bamm: Die Unsichtbare Flagge. Mit die sinnvollste berufliche Tätigkeit war für mich Hörsaal-Leiter an der Sanitäts-Akademie. So hoffe ich, meine Lehrgangsteilnehmer sind für ihr Leben entsprechend ausgebildet. Jetzt Oberstleutnant a.D. (Jahrgang 1939); als Kind im Krieg in der Heimat, ging mit 17 ohne Träume zur Bundeswehr (Lager Wildflecken). Was die amerikanischen Soldaten für mich als Kind, sind Sie für die afghanische Jugend. – Nach Saint Exupery wissen Sie was Menschsein bedeutet: Wind, Sand und Sterne …
    Alles Gute
    Richard Dietz

  6. Hallo Frau Groos,
    Ich habe sie letzte Woche im Fernsehe gesehen, ich finde es echt klasse das sie dadrüber so reden können Respekt … Das buch habe ich nun auch gekauft bin fleisig am lesen.. Ich wünche ihnen alles alles gute und viel kraft weiter hin…..

    Liebe Grüsse Franziska

  7. Liebe Heike !
    Sehr schöne und informative Seite !
    Wer von uns hätte gedacht das Afghanistan 2003 so wie wir es kennen gelernt haben einmal als Buch erscheinen würde !

    Gruß aus dem Orient

    Einer den Du kennst :-))

  8. Hallo Heike
    viele liebe Grüße von einem ehemaligen Kollegen aus der Zeit in Gießen (88-90) als es noch da Bwk gab und der auf deinem Polterabend war(lLeines),der jetzt schon mehr als 18 Jahre in Koblenz als Zivilist im BwzK ist.Ich bin rein zufällig über den Beitrag von deinem Buch gestoßen und habe den Beitrag “Redezeit auf WDR 5” gehört .Ich sehr tief bewegt un dbeeindruckt über die ganze Schilderungen und Eindrücke,ich mußte sogar weinen und an meine Kollegen denken die jetzt und in naher Zukunft nach AFG ( Kundus,Masa Al Sharif). Ich wünsche Dir viel Erfolg mit dem Buch und viel Ruhe und Kraft in Deinem neuen Leben auf der anderen Seite der Erde

    Gruß aus Bendorf von einem den Du vielleicht noch kennst

  9. Liebe Heike,
    habe vor 4 Tagen zufällig Dein Buch in einer kleinen Buchhandlung in NOrden/ Ostfriesland entdeckt und es seither nicht aus der Hand gelegt, bis ich es fertig gelesen hatte.
    Solltest Du in der Nähe sein, würde ich mich freuen, von Dir zu hören. Solltest Du nicht in der Nähe sein, gilt das gleiche, denn dann könnten wir uns zwar nicht sehen, sehr wohl aber schreiben oder telefonieren.
    Mit herzlichen Grüßen und einer tief empfundenen Anerkennung für diesen großartigen Aufschwung,
    Dein Markus M. aus HH

  10. Hallo liebe Frau Heike Groos ,
    mit grossem Wissensdurst habe ich ihr Buch gelesen. Ich bin tief beeindruckt und erschüttert zugleich , über ihre Schilderungen der Ereignisse und ihrer persönlichen Erlebnisse in Afghanistan. Zur Zeit ist ein sehr guter Freund von mir dort im Einsatz
    (Kundus) , und ich drücke ihm und allen anderen eingesetzen Kameraden ganz fest die Daumen , dass sie alle heil und unversehrt in die Heimat zurückkehren.
    Ich persönlich ziehe meinen Hut vor Ihnen und wünsche ihnen und ihrer Familie
    auf diesem Wege alles alles Liebe und Gute für die Zukunft.

    Michael.Sch. StUffz.d.Res.

  11. Sehr geehrte Frau Groos,
    soeben habe ich Ihr bewegendes Buch über Ihre Afghanistan-Einsätze gelesen. Es bestärkt eher meine Zweifel über den Sinn des “robusten Mandats” zur Verteidigung unserer “Freiheit am Hindukusch”. Auch die vielen Äußerungen der Politiker in diesen Wahlkampftagen überzeugen mich nicht.
    Der kritische Bericht des ISAF-Oberbefehlshabers lässt erwarten, dass Ihre Kameraden (-innen) des Sanitätsdienstes künftig noch ernsthafter gefordert werden. Schade, dass Sie als Führungspersönlichkeit im Sanitätsdienst nicht mehr zur Verfügung stehen.
    Mit kameradschaftlichem Gruß
    Jakob Jung OTL a.D.

  12. Sehr geehrte Frau Groos,
    für Ihr eindrucksvolles und sehr bewegendes Buch zolle ich Ihnen meine höchste Bewunderung und meinen großen Respekt. Ihnen ist es auf hervorragende Weise gelungen, eine sehr persönliche und doch zugleich für alle SoldatInnen sprechende Geschichte zu erzählen. Allen, die für unsere Soldaten Verantwortung tragen, Politikern und Führungskräften in der Bundeswehr, sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre gemacht werden.
    Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre Familie
    Andreas P.

  13. Sehr geehrte Frau Groos,

    vor einigen Tagen habe ich Ihr Buch in einem einzigen Marathondurchgang von vorne bis zum Schluss gelesen. Da ich lesefaul bin, für mich eher ungewöhnlich.
    Was soll ich sagen? Danke! Danke für Ihr Buch!!!
    Ich war zwar nie in Afghanistan, war nie im Krieg. Ich war in Indien. 1999, nachdem ein Zyclon an der Ostküste eine der ohnehin schon ärmsten Regionen vollständig plattgemacht hatte. Ich war Wiederaufbauhelfer dort. In der Hölle. Zwar war ich nie so mit Terror und Gewalt konfrontiert, doch die groteske, ja perverse Armut in den Slums empfand ich trotzdem als eine Form der Gewalt. Eine stille, stumme Gewalt, die alle Schreie im Keim erstickt.
    Verlassene, völlig zerstörte Dörfer, von denen nur noch die Grundmauern ihrer Lehmhütten standen, ganze Wälder abgeknickt wie Streichhölzer Straßenkinder, die sich für eine Handvoll Reis gegenseitig die Gesichter zerfleischten, hochschwangere Frauen, die 12 Stunden am Tag Steine mit dem Vorschlaghammer klopfen mussten, da sie „billiger“ waren, als Männer…
    Diese Bilder haben sich in mein Gehirn eingebrannt.
    Bei meiner Rückkehr klopften mir meine Kumpels auf die Schulter und meinten: „Hey Alter, was ist los, du bist ja gar nicht braunbebrannt. Hattest bestimmt SUPER VIEL SPASS!“…
    Nach meiner Rückkehr, die Familie zerstritten und gespalten, mein altes Zimmer zu einer Gerümpelkammer verkommen, mein Platz in meiner alten Band durch einen neuen, einen besseren Bassisten ersetzt.
    In der alten Runde in der Kneipe führten fünf altvertraute Gesichter, die einmal meine Freunde waren, angeregte Diskussionen darüber, wer das neuste Handy hatte, über Pokhemons und Tamagodgies und über die neuste Big Brother-Staffel.
    Der Sechste blieb stumm…
    Auf die Frage hin: „Was ist los, Du sagst ja gar nichts?“ fiel mir auch nichts mehr ein. Nur die Kinder, die um den Reis kämpften und sich dabei gegenseitig ihre Gesichter zerfleischten…

    Acht Jahre lang tappte ich im Dunkeln, acht Jahre lang zappelte die Raupe hilflos in ihrem Kokong, acht Jahre lang war das Krokodil gefesselt, zwei Psychotherapien, die ebenso vergelblich wie erfolglos waren.
    Doch nun, seit einiger Zeit fliegt der Schmetterling wieder, das Krokodil konnte sich von seinen Fesseln befreien. Aus eigener Kraft. Vielleicht haben sich ja auch die Fesseln in all den Jahren etwas gelockert.

    Ach Frau Groos, WARUM HABEN SIE DIESES BUCH NICHT SCHON VIEL FRÜHER GESCHRIEBEN ???
    Es wäre vieles einfacher gewesen.

    Nun weis ich, dass es doch noch Menschen gibt, die mich verstehen, denen es genauso oder ähnlich geht. Auch wenn eine dieser Menschen am anderen Ende dieser Welt sitzt. Es gibt sie doch!

    Nur die schwachen wollen Helden sein, doch sie werden es nie;
    Die wahren Helden werden nie danach gefragt, ob sie es sein wollen, sie können es sich nicht aussuchen. Es passiert einfach, ohne dass sie es wollen. Die wahren Helden wollen keine Helden sein!

    Sehr geehrte Frau Groos, FÜR MICH SIND SIE EINE HELDIN!
    (auch wenn das jetzt bescheuert klingt und wenn diese Pokhemon- und Tamagodgysammler, diese Big Brother-Glotzer das wieder mal nicht verstehen)

    Danke für dieses Buch!!!
    Ich wünsche Ihnen, Ihrer Familie und all unseren SoldatInnen in Afghanistan alles Gute und dass sie sich von ihren Fesseln befreien können.

    Heiko S.

    • wie wahr…

  14. Sehr geehrte Frau Groos,
    Ihr Buch las ich mit Erschütterung. Ich bin froh, dass mir das erspart blieb.
    Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie bald wieder ein “normales” Leben
    führen können.
    Ihr Jürgen Haase
    Oberfeldarzt d.R.

  15. Ich habe mit begeisterung ihr buch gelesen. Und für mich ist es schon eine heldentat, was sie erlebt haben und geleistet haben. Sowie seine erinnerung der welt mitzuteilen.
    ich selbst war 2 jahre beim bund tätig, und schied mai 2009 aus. aber trotzdem verfolge ich die ereignisse in afghanistan. da vieler meiner kameraden, die ich noch kenne im november na afghanistan fliegen. und bitte jeden tag, das jeder einzelne soldat wieder heile nach hause kommt!
    gruss

  16. Liebe Fr. Groos,

    vor ca. einer Woche hörte ich im Radio ein Interview mit Ihnen und war sehr berührt.

    Ich erzählte einer Freundin davon dessen Tochter sich mit dem Gedanken trägt für eine NGO nach Afghanistan zu gehen. Daraufhin versuchte sich das Buch übers Internet zu besorgen. Weil ich mir aber weder Ihren Namen noch den Titel des Buches gemerkt hatte konnte sie es nicht finden, aber eine unserer Buchhandlungen wusste mit den 3 Stichworten; Afghanistan, deutsche Bundeswehr-Ärztin, Tatsachenbericht sofort Bescheid und sie hatten das Buch sogar vorrätig.
    Seitdem lese ich ihr Buch.

    Ich bin sehr berührt von dem was Sie schreiben, die Sprache fließt herrlich leicht und trotzdem vermittelt der Text soviel Tiefgang. Ihre Ehrlichkeit und Liebe zu den Menschen, die in jeder Beschreibung sichtbar wird, steht in krassem Gegensatz zu der politischen Verbrämung die im Bezug auf diesen Nicht-Krieg in unserem Lande verbreitet wird. Ihre Schilderungen von Besuchen deutscher Politiker in Afghanistan verdeutlichen das ja auch.

    Was mich jedoch am meisten erstaunte ist die Wandlung meiner Wahrnehmung einer Berufsgruppe gegenüber der ich zugestandener Weise immer Vorbehalte hatte.(… nach der Devise wie kann man nur freiwillig das Töten lernen und auch noch in den Krieg ziehen). Ich komme aus einer Familie die im 2. WK unter dem Faschismus gelitten hat und daher mit einer Anti-Kriegs und Anti-Bundeswehrhaltung aufgewachsen bin.
    Aber Ihre Schilderung des Lebens während ihrer Einsätze in Afghanistan hat mich erstmals SoldatInnen als Menschen sehen lassen (so blöd sich das auch anhört). Und ich konnte fast mit empfinden wie stark die Gemeinschaft unter Ihnen gewesen sein muss die durch die ständige Bedrohung entstand.
    Ich bin Ihnen sehr dankbar, das sie mir ermöglicht haben eine meiner größten Vorurteile neu zu sehen und zu erleben wie sich eine Einstellungsänderung vollzieht.
    Ich wünsch Ihnen und Ihrem Buch größtmöglichen Erfolg, auf das es auch Menschen lesen mögen die Einflussmöglichkeit haben auf unser politisches System.
    Noch bin ich nicht fertig mit dem Lesen, aber ich wollte Ihnen schon mal schreiben und komme vielleicht noch mal hierher.
    Das Thema Posttraumatische Belastungsstörung ist ja noch mal eine ganz andere „can of worms“ und das man die Soldaten damit alleine lässt, weil man nicht hinsehen will was der Krieg mit den Menschen macht ist ein Skandal.
    Dann wenn man sich das alles so vor Augen führen würde müsste man bei klarem Verstand doch wirklich alle Armeen der Welt entlassen und wirklich abrüsten, abgesehen von anderen Formen der Gewalt die von den Regierungen der Welt gefördert oder toleriert werden.
    Vielleicht trägt Ihr Buch ja dazu bei das die Zukunft anders werden kann.

    Vielen herzlichen Dank
    Mit freundlichem Gruß
    Jutta Pflugmacher

    P.s. die Webseite ist die meines Mannes

  17. Liebe Fr. Groos, Ihr Buch hat mich sehr fasziniert. Unabhängig von dem was Sie in Afghanistan erlebt haben..ich war nicht beim Bund…weil vlt. einziger Sohn, kann ich sagen, dass ich mich selbst in vielen Situationen meines bisherigen Lebens wiedererkannt habe, denn wenn man zwischen den Zeilen liest erkennt man viel mehr, als das Leid, was Sie durch diese Einsätze erfahren haben. Was ich damit sagen will ist….Ihr Buch spiegelt haargenau die ganze Bandbreite psychischer Spannungen und Störungen wieder, die viele von uns mit sich herumtragen, unabhänig von dem was sie erlebten und wo. Ich kann nur sagen, dass ich auch in einem medizinischen Beruf arbeite, in Nairobi auf einem humanitären Einsatz tätig war und seitdem die Welt mit anderen Augen sehe. Ihnen wünsche ich nur das allerbeste, dass Sie ein wenig zur Ruhe kommen und das Sie sehen, dass sehr viele Menschen hinter Ihnen stehen. Alles Gute 🙂

  18. Sehr geehrte Frau Groos,

    Respekt für die Veröffentlichung Ihres Buches !

    Habe mich sehr darüber gefreut, daß mal “Jemand” internes über die Verarbeitungsproblematik bei Auslandseinsätzen (Extremsituationen) berichtet und dies medienwirksam.

    Denn Anfragen an das bmvg, San-Amt sowie Wehrbeauftragten der BW bleiben immer noch unbeantwortet im Hinblick auf die Integration von Veteranen (Aklimatisierung n. Auslandseinsätzen in die Familie, zur eigenen Person im Zusammenhang mit fortlaufender psychischer Betreuung, in die Gesellschaft sowie in das private Arbeitsleben nach Ausscheiden bzw. Weiterführung im BW Alltag).

    Ich verbinde meine Wünsche an Sie damit, daß sich das Denken in der verantwortlichen Politik sowie in der Bundeswehrführung positiv für die aktiv im Auslandseinsatz befindlichen Soldaten/-innen verbessert aber vorallem für jehne, die Probleme bei der Integration ins Zivilleben haben !

    Ich wünsche Ihnen persönlich sowie beruflich weiterhin viel Erfog und verbleibe
    mit freundlichem Gruss
    A. Hartmann

  19. Sehr geehrte Frau Groos,

    Respekt für die Veröffentlichung Ihres Buches !

    Habe mich sehr darüber gefreut, daß mal “Jemand” internes über die Verarbeitungsproblematik bei Auslandseinsätzen (Extremsituationen) berichtet und dies medienwirksam.

    Denn Anfragen an das bmvg, San-Amt sowie Wehrbeauftragten der BW bleiben immer noch unbeantwortet im Hinblick auf die Integration von Veteranen (Aklimatisierung n. Auslandseinsätzen in die Familie, zur eigenen Person im Zusammenhang mit fortlaufender psychischer Betreuung, in die Gesellschaft sowie in das private Arbeitsleben nach Ausscheiden bzw. Weiterführung im BW Alltag).

    Ich verbinde meine Wünsche an Sie damit, daß sich das Denken in der verantwortlichen Politik sowie in der Bundeswehrführung positiv für die aktiv im Auslandseinsatz befindlichen Soldaten/-innen verbessert aber vorallem für jehne, die Probleme bei der Integration ins Zivilleben haben !

    Ich wünsche Ihnen persönlich sowie beruflich weiterhin viel Erfog und verbleibe
    mit freundlichem Gruss
    A. Hartmann

  20. Hallo Heike,

    Ich habe Dein Buch in der Buchhandlung in Rheinbach entdeckt, sofort gekauft und verschlungen.
    Du triffst bei der Beschreibung unserer damaligen wie heutigen Situation unverändert den Nagel auf den Kopf. Aber Du warst konsequent …
    Ich glaube ein Teil unserer Seele ist dort geblieben.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute, die notwendige Portion Glück und falls Du mal in der Gegend bist, wäre ich froh Dich wiederzusehen.

    Ich mag Dich noch immer !!!

    Axel

    This bloody road remains a mystery
    This sudden darkness fills the air
    What are we waiting for?
    Won´t anybody help us?
    What are we waiting for?
    We can´t afford to be innocent…
    Stand up and face the enemy
    It´s a do-or-die situation
    We will be invincible

    This shattered dream you cannot justify
    We´re gonna scream until we´re satisified
    What are we running for?
    We´ve got the right to be angry
    What are we running for?
    When there´s nowhere we can run to anymore

  21. Sehr geehrte Frau Groos,
    ich habe ihr Buch von meinem Vater ans Herz gelegt bekommen und es hat mich schwer beeindruckt. Vielen Dank für diese Einblicke.
    Herzliche Grüße Frauke Demming

  22. Sehr geehrte Frau Groos,

    Ihr Buch hat mich gefesselt und verfolgt mich immer wieder.
    Ich war selbst 33 Jahre im Sanitätsdienst der Bw tätig und weiß wovon Sie schreiben. Zwar war ich nicht in einem Kampfeinsatz im Ausland mußte aber alls Kompaniechef im SanLehrBtl und Inspektionschef an der SanAk lange die Ausbildung von Sanitätsunteroffizieren auch für diese Art von Einsätzen durchführen. Der Sani ist bei den “Kämpfern” ja nur das 5. Rad am Wagen. Aber wie das so ist das 5. Rad ist das Ersatzrad und muß voll verwendungsfähig sein wenn es gebraucht wird. In diesem Sinne war ich immer gerne das 5.Rad .
    Ich beglückwünsche Sie zu diesem Buch und hoffe, dass es an entsprechender Stelle gelesen wird.
    Neuseeland habe ich vor 2 Jahren besucht und weiß, dass man dort gut aufgehoben ist.
    Ihen und Ihrer Famiilie alle guten Wünsche.

  23. Liebe Frau Kollegin Groos,

    smile and wave, humatitäre Hilfe und sicher auch medizinische Betreuung der Bevölkerung mit Unterstützung der einheimischen Ärzte in Kriegsgebieten schienen mir ein lohnender Beitrag der Bundesregierung im Rahmen des internationalen Engagements.

    Es fehlen die “Schokoladensoldaten” und “Rosinenbomber” in dieser Welt.

    Sie jedenfalls haben den Ihnen anvertrauten Menschen das gegeben was sie dringend gebraucht haben, waren die richtige Frau am richtigen Ort.

    Für die vor Ihnen liegenden Jahre wünsche ich Ihnen genau so viel Fortune, Feinfühligkeit und Furchtlosigkeit wie für die nun hinter Ihnen liegenden.

    Mit freundlichem kollegialem Gruß

    Dr. Michael Nentwich

  24. Liebe Frau Groos,

    danke für Ihr Buch. In Diskussionen sage ich immer: ” Ich kann mich nicht klar positionieren zu Afghanistan,ist der Einsatz gut oder schlecht” Es ist immer noch so.
    Es ist allerdings ein Prinzip von mir, dass ich versuche, mir meine Meinung aus seriösen Informationen zu bilden. Dazu gehören Bücher von Betroffenen.Auch wenn ich immer noch keine Klarheit habe, kann ich jetzt besser Einschätzen, wie es Betroffenen geht und mich zumindest hier besser positionieren.
    Was mir auch sehr gut gefällt, ist Ihre Meinung über das Afghanische Volk und die Wertschätzung dessen Kultur. Da ich selbst als Zahnarzt in Regionen unterwegs bin, die solch kulturelles Einfühlungsvermögen bei der Hilfe erfordern höre ich es immer wieder gerne auch von anderen Leuten. Für mich ist es das Grundprinzip, wenn man nachhaltig helfen will. ich glaube dass dies auch für solche Einsätze wichtig ist!!!!
    Ich werde Ihr Buch weiterempfehlen, damit Ihr Ziel, mehr Anerkennung und Veständnis für die Menschen in den Soldaten bei uns in Deutschland zu erreichen, erfüllt wird.

    Maik Wieczorrek

  25. liebe heike, ich weiß nicht, ob du dich noch an mich erinnerst…wir waren 2002/03 im Einsatz. Du warst die erste der ich in die arme lief, als ich als “TAPSI” vor der kpFü stand. Du hast mich herzlich begrüst, als würden wir uns schon ewig kennen und bist mit mir essen gegangen.Dafür hab ich mich nie bedankt…da ich nach der Fahrt vom KIA zum Warehouse dachte ich sei im falschen Film.
    Manchmal vermisse ich die Abende mit Hansi, Kriegel, Nolte und Baacke vor unserem Zelt.
    Ich bin tief beeindruckt ,dass du den Mut hattest so ein Buch zu veröffendlichen…Hut ab!…einer muste es ja mal tun…Ich habe es aber bis heut nicht gelesen, vielleicht weil ich Angst habe wieder Jahre zu brauchen, um zu Hause anzukommen. Wobei ich immer noch denke, dass ein Teil von jedem von uns für immer am hindukusch bleibt.
    Liebe grüße OF Sandra Wolf oder seit damal die “Zahnfee”

  26. Liebe Frau Groos, vor ein paar Tagen habe ich Ihr Buch vom Verlag bekommen und sofort gelesen.
    Es hat mich sehr bewegt, wie viel Schreckliches auf allen Seiten inmitten dieser wunderschönen Natur dort geschieht.
    Jeder Krieg macht mich wüntend. Noch mehr aber, was dabei (wahrscheinlich auf allen Seiten) hinte rrden Kulissen geschieht.

    Das Wiichtigste an Ihrem Buch war mir daher, dass erstens einmal etwas von dem “Hinter den Kulissen” auf Deutscher Seite beschrieben wurde.
    Noch wichtiger war mir aber die Schilderung dessen, was die heimkehrenden Soldaten für ein entsetzliches Gepäck in ihren Seelen haben. Offentsichtlich gibt es dafür nicht einmal Sanatorien und Krankenhäuser etc., wo diese armen Menschen dann sofort aufgenommen und versorgt werden, bis sie wieder auf eigenen Füßen stehen kööeb. Ich finde, auch das ist eine Art Kriegsverbrechen!

    Deswegen habe ich auch bei http://www.buchwelt.de im Blog Ihr Buch in diesem Sinne besprochen. Nachher setze ich noch Ihre Internetadresse hinzu. Das Buch ist übrigens immer bei uns vorrätig und wird portofrei geliefert.

    Vielleicht mschen Sie noch einen weiteren Band, in dem Sie die Schicksale von Heimkehrern erzählen: entweder von Ihnen oder von den einzelnen Personen selbst berichtet. Mir erscheint das wichtig zu sein, weil sich das viele ja gar nicht vorstellen können: Einer kommt zwar lebend zurück, ist aber, ohne dass man es ihm gleich ansieht/merkt tatsächlich todkrank.

    Aber auch, was an Unglück auf der Feindesseite zu beobachten war, wäre sicherlich interessant und wichtig. Wollen die Taliban eigentlich wirklich alle, wofür sie kämpfen? Ist es womöglich das mit dem Glauben eine Ausrede der sie in den Krieg und den Tod schickenden? Ach, wenn man die doch aufklären könnte in dem Sinne, dass man auch deren Wünsche – vielleicht mit Kompromissen auf allen Seiten – erfüllen könnte.

    Ach, und dabei leben wir im 21. Jahrhundert, wo eigentlich jeder weiß, dass Kriege Wahnsinn sind.
    Aber vielleicht gibt es ja im Hintergrund jene, die hervorragend daran verdienen und die nie erschossen werden und nie Blut an den Händen haben. Haben Sie eine Ahmung, wer das ist????

    Mit vielen Grüßen Ingeborg Gollwitzer

  27. Liebe Frau Groos,

    auch ich habe Ihr Buch mit großem Interesse gelesen. Es ist ein wichtiges Buch, da es sehr schon den Widerspruch zwischen dem Anspruch Friedensmissiom gegenüber der Realität Krieg darstellt.
    Hinsichtlich Ihrer Frage zu Traumasisierung und das es das doch nach dem 2. Weltkrieg nicht gegeben hätte, möchte ich folgendes sagen. Der 2. Weltkrieg fand auch in Deutschland statt, faktisch jeder war traumatisiert, so dass das Trauma “normal” war.
    Mein Vater, selbst noch im 2. Weltkrieg als Soldat und mein Onkel haben mir davon erzählt, dass man eben den Verschütteten kannte, der jede Nacht an der Laterne stand, weil er nicht mehr im Bett bzw. geschlossenen Räumen die Nacht verbringen konnte. Genauso gab es ein Alkoholproblem, ebenso wie es Kinder gab, die das Ergebnis von Vergewaltungen waren.
    Das Veteranenproblem entsteht nicht nur, aber eben auch dadurch, dass die Soldaten in eine normale Welt zukommen, die den Krieg nicht kennt oder als Computerspiel betrachtet.

    Mit freundlichen Grüßen,
    S. Bernstein

  28. Sehr geehrte Frau Groos,

    ich habe Sie auf Phönix gesehen und war entsetzt über Ihre Schilderungen. Natürlich bekommt man Lacher, wenn man über naive Politiker berichtet, die unter Fraktionszwang Menschen in Guerillakriege schicken, ohne sich über die Konsequenzen im Klaren zu sein. Leider war aber auch ein Oberstleutnant laut eigener Aussage nicht im Bilde darüber, was ein Soldat in einem Krisengebiet so tut. Ich selbst habe als Zeitsoldat die Erfahrung gemacht, dass die Finanzierung eines Studiums, einer Ausbildung oder schlicht die Aussicht auf ein Leben im öffentlichen Dienst die Leute zur Bundeswehr treibt. Ich habe zu der Zeit des Bosnien-Krieges gedient und viele Berufsoffiziere nachträglich verweigern sehen, und mir sind zwar Politiker peinlich, die sich um das Wort “Krieg” drücken, mehr aber bestürzen mich Soldaten, die ihren Dienst mit Entwicklungshilfe verwechseln. Jeder, der sich zum Wesentlichen einer soldatischen Ausbildung bekennt ist schnell verdächtig, zu viele Ballerspiele gespielt oder rechtsradikale Tendenzen zu haben. Ich kann Ihre Naivität bei Beginn Ihres Einsatzes nicht verstehen. Wenn Sie schon als Profi nicht wussten, was der Einsatz in Afghanistan bedeutet, was erwarten Sie dann von Zivilisten, auch wenn es Politiker sind. Ich möchte nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ihr Trauma verstehe ich, niemand von uns weiss, wie sie oder er mit einer Situation umgeht bevor sie passiert, brechen Sie nur nicht den Stab über Menschen, für die ihre Erfahrungen lediglich abstrakt sind, denn diesen Mangel an Erfahrung haben Sie mit diesen Leuten bis zum Anschlag auf Ihre Einheit selbst geteilt. Es ist mir ein Rätsel, was einen nach beiden Weltkriegen, Korea, Vietnam und all den anderen Stellvertreter- und Guerillakriegen im vergangenen Jahrhundert überrascht. Ich weiss auch nicht, was wir in Afghanistan verloren haben, aber jeder, der Soldat wird, geht das Risiko ein, sich schuldig zu machen, und sollte sich dieser persönlichen Verantwortung auch vorher bewusst sein. Es gibt ja schliesslich auch viele andere Organisation und NGOs wie Cap Anamur und Ärzte ohne Grenzen. Spätestens wenn die Zielscheiben in der Grundausbildung menschliche Umrisse haben, sollte man wissen, was man da tut. Krieg entsteht nicht durch den Willen der Politik sonder wird nur real, wenn jemand auch eine Waffe in die Hand nimmt und hingeht, oder dies vor Ort logistisch unterstützt. In Afghanistan wird seit 1979 gekämpft, Pakistan und Indien beschiessen sich ständig, und das könnte man bei Soldaten mit Abitur durchaus als Bekannt voraussetzen, egal was Politiker, die ihren Wähler etwas schmackhaft machen müssen, erzählen.

    Mit freundlichen Grüssen

    David Schulze

  29. Sehr geehrte Frau Groos,
    ich habe Ihr Buch von meinen Kindern geschenkt bekommen. Selten habe ich ein Buch mit solchen Interesse und Ausdauer gelesen. Ich finde es beeindruckend, dass Sie nicht nur über Äußerlichkeiten berichten, sondern auch tiefen Einblick geben wie und was Sie und Andere innerlich erlebt haben. Das sind Belastungen und Verletzungen, die bei allen Berichten von Einsetzen unserer Soldaten nicht in Erscheinung treten und die deshalb meist nicht wahrgenommen werden. Es ist wichtig dass dies auch einmal dargestellt wird. Dafür gebührt Ihnen Dank und Anerkennung.
    Ich wünsche Ihnen und vielen die ähnliches erlebt haben, dass sie auch innerlich wieder heil werden, auch wenn man sicher nie alles vergessen wird.
    Wer Ihr Buch gelesen hat, kann wohl unseren neuen Verteidigungsminister nicht verstehen, dass er das deutsche militärische Angagement weltweit ausdehnen möchte.

    Mit freundlichen Grßen
    H. Schwender

  30. Möchte mich auf diesem Wege für ihr Buch bedanken. ich selber kenn sie persönlich nicht, aber sehr viele Passagen aus diesem Buch kann ich so nachvollziehen, als ob es gestern gewesen ist. Ich war im Camp Mike Spann, Nähe Mazar 2008 stationiert und 2005 12 Monate im Kosovo. Ich dachte nicht, das nach so langer Zeit vieles hochkommt, man krank wird, ohne eine körperliche Ursache zu finden, nur weil die Verarbeitung einfach nicht realisiert wird. Sie haben mir auf diesem Wege indirek sehr geholfen und ich wünsche ihnen alles erdenklich Gute!!!!!

  31. Liebe Frau Groos,

    ich bin zwar erst auf Seite 170 in Ihrem Buch, aber ich verstehe fast jede von Ihnen geschilderte Situation, Ihre Empfindungen und Handlungen darüber. Ich war nie in Afghanistan und habe der Bundeswehr nicht gedient. Aufgrund meines nicht “normalen Lebens” stehe ich auch sehr oft “alleine” da (owohl man von Menschen umringt ist), keiner versteht oder kann zumindest sich annähernd Vorstellungen machen. Wie denn auch, wenn man nicht ständig jammert, immer Trübsal bläst, alles schlecht redet, mit dem Schwarm mitschwimmt…….sondern immer fröhlich und nett ist und Alles mit Humor nimmt, nach vorne schaut, arbeitet, sich kümmert, sich auf das Gute im Leben konzentriert und immer positiv denkt.(Gut, abgesehen von den gelegentlichen Tränen, die man heimlich über sich, für sich vergießt…. dann am nächsten Morgen in den Spiegel schaut und sich denkt, super gemacht gestern Abend, das Heulen hat ja sehr viel gebracht. Ja die zugeschwollenen Augen sehen toll aus, also wird noch mehr Zeit zum schminken benötigt, weil man das natürlich kaschieren muss und weiter gehts! Bis es halt nicht mehr geht, wie es bei Ihnen es der Fall war. Sie haben diese Zeit für sich gebraucht ,verarbeitet (überarbeitet), verschnauft und dieses Buch geschrieben. Dadurch hefen Sie sehr vielen Menschen (mich eingeschlossen) und sich selber! Und Sie sind das Wichtigste! Denn es geht immer weiter und selbst wenn die menschliche Hülle nach dem Ableben verloren geht, die Seele geht weiter, immer weiter! und sie Dankt es einem wenn wenn ganz ehrlich zu sich selbst ist, sich selber nicht verliert,eingesteht! Ich habe auch ein Buch geschrieben, traue es mich jetzt noch nicht zu veröffentlichen aber wenn der Zeitpunkt gekommen ist dann tu ich das auch! So, jetzt scheisse ich mich wieder auf mein Sofa und lese Ihr Buch fertig! Ganz viele liebe Grüße aus (dem jetzt weihnachtlichen, gestern hat der Christkindelsmarkt eröffnet) Nürnberg und wünsche Ihnen eine super-gute Zeit in Neuseeland! Kami
    PS: Wäre schön wenn sie noch mehr Bücher schreiben, z.B. wie es jetzt so ist, wie es ihnen nun geht, was Sie machen, vor haben……mich würde es sehr interessieren und ich könnte mit großer Freude weitere Exemplare von Ihnen lesen!

  32. Liebe Frau Dr. Groos,
    ihr Buch habe ich mit großem Interesse gelesen. So wie Sie sich im Stich gelassen fühlen, geht es sicher auch Oberst Klein und den amerikanischen Piloten, die in seinem Auftrag die Bomben auf die beiden Tanklastwagen und die daherum befindlichen Menschen warfen.
    Was mag nur in den Köpfen unser Regierenden und der Abgeordneten vorgehen, die unter Verweis auf die Verteidigung unserer Freiheit, unsere Bundeswehr in eine solche Situation geschickt hat.
    Es wäre aus meiner Sicht zu wünschen, dass die Lektüre ihres Buches den einen oder anderen davon abhalten könnte, sich an diesem Krieg zu beteiligen.
    Die Belastungen durch physische und psychische Schäden müssen die Soldaten und ihre Familien selber tragen.
    Wie die Politiker mit ihrer Verantwortung umgehen, dafür hat unser Kriegsminister bei seiner wochenlangen Lagebeurteilung ein gutes Beispiel abgegeben.

  33. Sehr geehrte Frau Groos,
    Danke das Sie so offen in Ihrem Buch alles geschildert haben. Ich, als ehemaliger Kriegsdienstverweigerer begreife bis heute nicht was Menschen dazu treibt freiwillig zu Militär zu gehen.Ist es Eitelkeit, Machtstreben oder nur das Geld und die Ausbildung bei der Bundeswehr als Berufssoldat? Seit die Bundeswehr Auslandeinsätze in Afghanistan durchführt, muss doch jeden gebildeten Menschen klar sein, das dies keine Übungen oder Manöver mit Übungsmonition sind.SoldatIn in Kriegegebiete zu sein ist doch kein “normaler” Job wie woanders in der Wirtschaft etc.
    Die Politik verheizt diese Menschen. In keiner Gesellschaft, keinem Staat hatten Politiker wirklich jemals das Interesse der SoldatenInnenn im Visier.
    Leider zeigt die Geschichte uns, das Militär/ Soldaten fast immer die Fehler einer verfehlten/ falschen Politik ausbaden müssen und oft mit Ihrem Leben dafür bezahlen oder mit einem Trauma in die Heimat zurückkommen, so war es immer, schon nach dem 2. Weltkrieg , Vietnam usw.
    Ist zu hoffen, das Menschen die Ihr Buch lesen und ernsthaft beabsichtigen Soldat zu werden, Ihre Entscheidung noch einmal überdenken.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute und das Sie in Ihrer neuen Heimat in Neuseeland glücklich werden und bleiben. Auch wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und wirklich alles Gute für 2010.
    Dieter Klaucke

  34. Liebe Frau Groos,

    Ihr Buch bekam ich vor einigen Tagen in einem Adventspäckchen von einer guten Freundin, ganz überraschend, und ich habe es bis eben, wo ich es durchgelesen habe, kaum aus den Fingern gelegt.
    Sie bewegen mich.
    Meine Seele antwortet.
    Und es tut mir gut.
    Ich muss häufig weinen.
    Auch wenn ich bei weitem nicht Ihre Erfahrungswelten teile, so ist mir doch ein
    Bruchteil vertraut, der, der Ärztin, die tapfer ihre Aufgaben erfüllen will.
    Die viel Leid erlebt, von dem erwartet wird, dass “man” es ganz professionell
    verarbeitet. Schliesslich ist “man” Arzt, das gehört doch dazu.
    Dass die Seele Schmerz empfindet, ich als Mensch reagiere, Mitgefühl und Traurigkeit spüre, hat so schnell einen touch von unprofessionell, zu weich, “krank”.

    Ihr offener Brief am Schluss des Buches hat mir sehr gut gefallen.
    Sie sind so eine differenzierte Frau, schauen in so viele Richtungen.
    Und die Frage nach dem, was krank ist,oder eben nicht, bzw. eine normale Reaktion auf das Erlebte, ist eine sehr gute, eine wichtige, eine die viel öfter gestellt werden sollte.
    Damit nicht jeder hier seine inneren Nöte so verheimlichen muss aus Furcht davor, stigmatisiert zu werden. Letztenendes haben wir alle Verletzungen, die heilen wollen und sollen.

    Ich habe in Giessen studiert und bin alleinerziehende Mutter.
    Ich kenne Sie nicht, fühle mich Ihnen aber sehr verbunden.
    Und danke Ihnen für Ihr Buch,
    das in meinen Augen durch und durch heilsam ist.

    Kurz vor Weihnachten

    Ihre Beate Radinger

  35. Liebe Frau Groos,

    gestern bekam ich ihr Buch geschenkt. Bis Mitternacht hatte ich es verschlungen. Heute früh bin ich gedanklich wieder aus AFG in DEU angekommen.
    Danke, dafür.
    Wir sind nicht allein. Irgendwann werden es auch mehr verstehen und uns unser Leben leben lassen.
    Ich wünsche ihnen und ihrern Kindern alles Gute und hoffe,dass Sie noch viel in ihrem Leben vollbringen werden.

    mit kameradschaftlichen Grüßen

    Ihr Manfred Stangl

  36. Hallo liebe Frau Dr. Heike Grooß

    Ich habe mir bereits kurz nach dem erscheinen Ihr Buch gekauft und fast ohne Pause von Anfang bis Ende gelesen.

    Jetzt verstehe ich auch vieler meiner Kollegen der Bundespolizei (ehemals BGS) besser die im Kosovo oder aber auch in Afgahanistan im Einsatz waren oder noch sind oder bald wieder “rausgehen”.

    Danke für dieses großartige Buch und Danke daß Sie es so geschrieben haben wie es ist.

    Viele liebe Grüße aus Rheinhausen an Ihre Familie und an Sie natürlich.

    Claus E.
    Ogf . d. Res. und PHM

  37. Guten Tag Frau Groos!

    Mein Name ist Sven Himmer ich bin 23 Jahre alt und seit 4 Jahren bei der Bundeswehr.
    Ich habe mir gestern ihr Buch gekauft “Ein schöner Taf zum Sterben” und habs schon bis zu den Bildern gelesen.
    Ich weis nicht ob ich weiter lesen soll.
    Bis jetzt war ich noch in keinem Bundeswehr Einsatz aber ich möchte bei der Bundeswehr bleiben und strebe die Offizierslaufbahn an.
    Wenn ich das alles lese in diesem Buch fühle ich mich irgendwie verpflichtet auch nach Afghanistan zu gehen und meinen Dienst zu tun.
    Aber es ist doch eigentlich verrückt das ich so denke und in ein Kriegsgebiet möchte oder muss.
    Ich rede über mein verlangen die Kultur und Lebensweise der Afghanen kennenzulernen und ihnen zu helfen nicht mit meinen Freunden,weil sie es nicht verstehen.
    Ich will ja nicht töten oder einen Menschen verletzen aber wenn ich das sehe dass viele Kammeraden schon gefallen sind dann kommt in mir ein Gefühl auf als ob ich dazu gehöre und auch darunter will.Was mich auch zutiefts bedrückt ist dass unsere Politik oder Politiker nicht hinter uns stehen und es sehr wenig Rückhalt aus der Bevölkerung gibt.
    Ich denke es ist eine gute Sache Kindern und Menschen in Afghanistan zu helfen um ihnen ein Lächeln zu schenken.
    Ich weis nicht ob ich ihr Buch weiter lesen will.
    Der Einsatz in Afghanistan so schätze ich ihn ein wäre für mich sehr lang (4 Monate)und sehr Belastend aufgrund der Bedrohung.
    Ich habe sehr großen Respekt vor ihnen und überhaupt vor allen Soldaten die in den Einsatz gehen und ihr Leben riskieren.
    Ich weis nicht ob ich ihr Buch weiterlesen werde weil es, glaube ich besser ist Dinge nicht vor meinem Einsatz(der kommen wird)zuwissen.
    Frau Groos ich würde mich sehr freuen wenn sie mir Antworten.
    Vieleicht haben sie auch keine Zeit für die Antwort dass würde ich nicht schlimm finden wiel sie ja bestimmt sehr viel zutun haben.
    Ich wünsche ihnen noch einen schönen Abend.

    Tschüss

    PS: Ich wollte nicht auf dieser Seite meinen Beitrag stellen aber die E-Mailadresse von ihnen hat bei mir nicht funktioniert.

    • Lieber Sven,

      Ich habe überlegt, ob ich Ihrem Wunsch folgen und Ihnen privat antworten soll und habe mich entschieden, Ihren Beitrag doch hier einzustellen und Ihnen auch hier öffentlich zu antworten. Obwohl oder gerade weil ich mir vorstellen kann, wie Sie sich fühlen. Auch ich habe immer noch ein unbehagliches Gefühl, jedes Mal, wenn ich an die Öffentlichkeit gehe, sei es mit einem Schreiben, einem Artikel, im Radio oder im Fernsehen oder so, wie es war, als mein Buch veröffentlicht wurde. “Oh mein Gott”, so denke ich jedes Mal, “jetzt erfahren alle diese fremden Menschen so viel über mich.” Und nie bin ich sicher, ob ich das will. Jeder Mensch möchte doch gerne sein Privatleben haben und sich nicht bloßstellen vor Fremden.
      Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass mir so unbeschreiblich viel Unterstützung und Wertschätzung zuteil wird, nicht nur das, auch Gespräche entwickeln sich, Menschen teilen Ihre Gedanken mit mir und bringen mich weiter und ich dachte, ich mache den Versuch, Ihnen das auch zuteil werden zu lassen.
      So viele Menschen haben mir geschrieben, Menschen, die ich bis dahin nicht kannte und die allermeisten davon habe ich gar nicht persönlich kennen gelernt, einige davon schon und es hat mich unwahrscheinlich bereichert.
      “Sie sind nicht allein”, so schreiben sie mir. Und: “Haben Sie keine Angst.”
      So viele wie Sie, lieber Sven und ich, sind da draußen und fühlen genauso.
      Fühlen sich von unseren Politikern im Stich gelassen und verspüren keinen Rückhalt aus der Bevölkerung.
      Ich selbst erfahre dieser Tage durch mein Heraustreten an die Öffentlichkeit nun gerade diesen Rückhalt aus der Bevölkerung ohne Ende und es tut mir auch gut ohne Ende.
      Diese meine und auch Ihre Mitmenschen tun genau das, was unsere Politiker nicht schaffen, sie sagen mir, wie sehr sie es zu schätzen wissen, dass ich dort in Afghanistan den Ar… hingehalten habe, dass ich dort, genau wie Sie es beschreiben, ein Lächeln geschenkt habe und sie sagen mir, dass sie mich unterstützen und ich mit all meinen Bedenken und Befürchtungen und mit all dem, was ich gesehen und erlebt habe, nicht alleine bin.
      Daher habe ich mich entschlossen, Ihren Brief hier einzustellen und ich hoffe, dass auch Ihnen Menschen schreiben werden und Sie ins Gespräch kommen und Unterstützung erfahren werden. Auch im Hinblick auf Ihre Entscheidung, in den Einsatz zu gehen oder nicht. Denn die wird Ihnen niemand abnehmen und es wird Ihnen auch niemand raten können. Am wenigsten ich. Ich kann Ihre Zerrissenheit ausgesprochen gut verstehen. So viele Gegensätzlichkeiten. Der Wunsch, zu helfen, das Verlangen, den Notwendigkeiten des ergriffenen Berufes Genüge zu tun, das Gefühl, nach Erteilung des Auftrages alleingelassen zu werden von denen, die eigentlich die originären Träger der Verantwortung sind und die Angst, danach fallengelassen zu werden, nicht nur von ihnen, sondern auch von der Gesellschaft, der Bevölkerung, den Mitmenschen, Nachbarn, vielleicht sogar der Familie.
      Und ich denke, so groß der Wunsch danach ist, seinen Beitrag zu leisten, so richtig und konsequent kann auch die Entscheidung sein, zu sagen, ich mache hier so lange nicht mit, bis ihr Verantwortlichen uns den erforderlichen Rückhalt und die notwendige Unterstützung gebt. Auch wenn es Geld kostet und etwas, dass noch seltener zu sein scheint in unserem Land, Rückgrat.
      Bitte machen Sie sich keine Gedanken, ob Sie weiter lesen sollen oder nicht. Nicht einmal alle meine Kinder haben mein Buch zu Ende gelesen. Der einzige, der es vom ersten bis zum letzten Wort gelesen hat, ist mein 17jähriger Sohn. Seine drei älteren Geschwister haben Auszüge gelesen und mein Jüngster, 14, gar nicht. Ich dränge sie nicht, nicht einmal den Ältesten, der nun immerhin seit ein paar Tagen 27 ist.
      “Jeder so, wie es für ihn richtig ist”, so sage ich ihnen immer. Wenn die richtige Zeit gekommen ist, geschehen manchmal Dinge wie von selbst.
      Für Sie, lieber Sven, hat das Buch schon etwas getan. Es hat Sie zum Nachdenken gebracht und dazu, sich ins Gespräch zu begeben, wie ich hoffe, nicht nur mit mir, sondern ich wünsche mir für Sie, dass auch andere Ihnen antworten und geschieht, was auch ich erleben durfte: dass Sie sich nicht mehr so sehr allein gelassen fühlen.
      Ich wünsche Ihnen die Weisheit und den Mut, die Entscheidung zu treffen, die für Sie persönlich die Richtige ist und dazu, dass Sie Unterstützung finden aus der Reihe Ihrer, unserer Mitmenschen.
      Alles Gute Ihnen
      wünscht Heike Groos
      PS. Eines noch. Sollten Sie in den Einsatz gehen, dann sollten Sie so viel wie möglich darüber in Erfahrung zu bringen versuchen. Das muss nicht mein Buch sein und sollte auch nicht nur mein Buch sein. Sie sollten aber versuchen, so viel wie möglich zu lernen und auch damit werden Sie ziemlich alleine sein. Mehr darüber zu wissen, wird Ihnen helfen, besser zu verstehen, besser klar zu kommen, besser auf sich aufpassen zu können. Fragen Sie andere, die da waren. Es fängt damit an, was man einpackt und geht damit weiter, was man tut, wenn man Heimweh hat und vieles mehr. Was Afghanistan betrifft, so werden Sie um so mehr Sinn finden, je mehr Sie wissen. Das wird Ihnen auch dabei helfen, zu entscheiden, ob Sie dort überhaupt hingehen wollen, ob Sie der Meinung sind, dieses ferne Land geht Sie etwas an oder nicht. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, aber mehr Information kann nie schaden.

  38. Hallo Heike,
    ich habe Dein Buch auf Empfehlung meiner Mutter gekauft und gelesen.
    Ab der ersten Seite haben mich Deine Sicht der Dinge und Deine Beschreibungen sehr beschäftigt und auch sehr nachdenklich gemacht.
    Deine, “reale” Sicht der Dinge ist gerade wieder in den heutigen Tagen, wo wieder eine große Diskussion über den Einsatz herrscht, der in einem Land stattfindet, wo es laut Politikern “zeitweise Kriegsähnliche Zustände” herrschen unbeschreiblich.
    Näher möchte ich jetzt hier nicht darauf eingehen.
    Ich freue mich, dass Du die Kraft hattest dieses Buch zu schreiben und hoffe es wird von vielen gelesen.

    Jedoch viel mehr freut es mich zu wissen, dass Du nach all den vielen Problemen geschafft hast, Dir in Neuseeland eine neue Zukunft aufzubauen!

    Ich wünsche Dir für die Zukunft alles Liebe und Gute, viele Grüße an den Rest der Famile…
    (Natürlich auch dem Rest meiner Familie)

    Alexander

  39. Liebe Frau Groos

    im letzten Sommer bin ich aus Afghanistan zurück gekommen, als Schweizerin für eine Hilfsorganisation. Es war nicht meine erste Reise, ob es die letzte war, dass steht in den Sternen.
    Ich habe vieles gesehen, erlebt, gerochen und jeder fragt mich nach meiner Ankunft: und wie wars? erzähl? Doch wo soll ich beginnen, wie weit Ausholen?
    Es war für mich eine Erleichterung mit anderen Afghanistanreisende Austauschen zu können und über die kalten Nächte am Hindukusch zu berichten und zu lachen.

    Ich habe dieses Land, die Menschen von einer anderen Seite erlebt als meine Freunde Zuhause. Die herzlichkeit, die wunderbaren Begenungen, für viele Daheimgebliebene unvollstellbar.

    Ich habe Ihr Buch noch nicht gelesen, werde aber mit Spannung die Seite verschlingen. In diesem Sinne, bis bald in Ihrem Buch!
    Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute.
    Herzliche Grüsse Bettina

  40. Hallo Heike,

    Ich habe dein Buch schon nach drei Tagen gelesen. Wenn man damit beginnt kann man nicht mehr aufhören zu lesen. Du erzählst auch sehr viel persöhnliches was ich sehr mutig finde von dir. Das Problem der Nachbetreung der Rückkehrer ist in vielen Ländern ein Problem und es ist wichtig das man es zum Thema macht. Ich selber war und bin immer wider in Auslandeinsätzen früher für die Armee, jetzt für die Grenzpolizei, Bundessicherheit. Ich bewege mich zwar selten in einem direkt betroffenen Kriegsgebiet (da ich Schweizer bin), aber kann deine Geschichte sehr gut nachfühlen. Morgen reise ich für einen Monat nach Kenia. Wünsche Dir schöne Festtage und alles Gute für die Zuckunft.

  41. Sehr geehrte Frau Gross,

    auch mir fällt zuerst das Wort ‘Respekt’ ein, wenn ich von einem Soldaten -zudem noch einer Frau und Mutter- höre, die Dienst in Afghanistan geleistet hat. Ich muß klar sagen, daß ich kaum den Mut dazu aufbringen würde, das Gleiche zu tun. Ich war von 1986 bis 1988 Zeitsoldat und mich haben gerade die Leitbilder
    “Staatsbürger in Uniform”
    “Der Ernstfall ist der Friede”
    zur Bundeswehr gebracht. Alle meine Freunde hatten damals verweigert, und ich dachte mir damals auf dem Kirchentag: Wenn nur noch Leute in die Bundeswehr gehen, die keine Probleme mit dem Gedanken ans Töten haben, wo kommen wir da hin?
    Heute haben wir das Leitbild “Eine Armee im Einsatz”, die Soldaten werden (ich höre von einigen Berufssoldaten: “Endlich”)wieder ‘kriegsnah’ ausgebildet, und den Freiwilligenannahmestellen gehen die qualifizierten Bewerber aus.
    Um so mehr freue mich, mit Ihnen jemanden gefunden zu haben, der es geschafft hat, auch bei der Armee “Mensch” zu bleiben, und nicht “Kampfsau” zu werden.

    Erschreckt hat mich Ihre Zerissenheit bezüglich der Frage “Afghanistan verlassen oder nicht”, wie Sie sich im Interview mit dem Südwestfunk im September zeigte. Zunächst sagen Sie, ein Abzug würde den Tod der vielen Soldaten in Afghanistan sinnlos machen, wenig später sagen Sie, man hätte viel früher abziehen müssen. Dann beklagen Sie sich in Ihrem Buch über den fehlenden Rückhalt in der Bevölkerung.
    Aber halt: Wenn schon Sie nicht wissen, was wir in Afghanistan sollen, wie soll sich dann die Bevölkerung dafür begeistern? Man hat uns -den Souverän- doch überhaupt nicht gefragt. Diese Entscheidung war zunächst eine Art Ablaßhandel zwischen Bundesregierung und USA für die fehlende deutsche Unterstützung im Irakkonflikt, und auch der fehlende Wille für einen Abzug liegt ausschließlich in politischen Erwägungen begründet.
    Die Bundeswehr -als Wehrpflichtarmee- gehört zu den konstituierenden Merkmalen unseres Staates. Wenn sie sich den Mißbrauchsversuchen der Politik widersetzt – und das tun Sie mit Ihrem Buch in hervorragender Weise- dann bekommt es dafür auch den Rückhalt in der Bevölkerung. Auf eine Armee, die nach neuem Kriegsgerät und einer Erweiterung ihrer Einsatzfelder (Einsatz der Bundeswehr im Innern!) lechzt, reagiert Deutschland heute jedoch (Gott sei Dank!) allergisch.

    Mit freundlichen Grüßen nach Neuseeland,
    mit großer Bewunderung
    Jochen E.
    Leutnant d.R. und zweifacher Familienvater

  42. Hallo Frau Groos.

    Ich habe durch Zufall in einer Zeitschrift von Ihrem Buch gelesen und es meinem Mann zu Weihnachten geschenkt. Er war 14 Jahre bei der BW und als Reservist zwei mal im Kosovo. Nachdem er das Buch “Endstation Kabul” von Achim Wohlgethan gelesen hat, dachte ich mir, es ist gut, einmal zu erfahren, wie es Soldaten nach einem Einsatz ergeht.
    Jetzt habe ich als Erste Ihr Buch gelesen und es hat mir zu denken gegeben. Nicht die schrecklichen Ereignisse, die unsere Soldaten erleben müssen. Sondern das Verhalten der Verantwortlichen diesen Menschen gegenüber nach dieser Zeit. Es ist bestimmt nicht nur Gleichgültigkeit und Intoleranz, ich denke eher die Unfähigkeit sich mit diesem großen Problem auseinander zu setzen und ausserhalb von Vorschriften nach Lösungen zu suchen. Ich bin kein Arzt und habe bestimmt nicht den richtigen “Durchblick”, ich höre viel auf meinen “Bauch”.
    Es muß auch erst ein Robert Enke sterben, damit unsere Gesellschaft aufwacht. Die Frage ist nur, wie lange bleibt sie wach? Wie lange braucht eine Institution wie die BW, um ihren rückkehrenden Soldaten hilfreich zur Seite zu stehen und sie nicht, wie Sie sagen, als krank in eine Ecke zu stellen?
    In der zivilen Gesellschaft darf ein Mensch wie Robert Enke nicht öffentlich zu seiner Krankheit stehen ohne dass er deshalb Repressalien erleidet.
    Bei der BW darf ein Soldat, der solche Erfahrungen gemacht hat, nicht “krank” sein.
    Unsere Gesellschaft und auch die BW sollten sich darauf besinnen, dass wir eine Gemeinschaft sind. Es kann nicht richtig sein, dass die Menschen nur in extremsten Situationen zueinander stehen und sich sonst eher gleichgültig verhalten. “Es betrifft ja nicht mich, was kann ich als einzelner schon tun?”

    Heute ich bin froh, dass mein Mann kein Berufssoldat wurde, er wollte es gerne.
    Ich wünsche Ihnen, dass Sie nie die Kraft verlieren werden, die Sie aus diesem “Sumpf” gezogen hat, Sie immer einen guten Freund an Ihrer Seite haben, der Ihnen zuhört, davon gibt es leider VIEL zu wenige, und dass Sie dort, wo Sie jetzt sind, glücklich sind oder es werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gunda G.

  43. Verehrte Frau Groos,
    ich bin ein Oberstleutnant a. D (Jahrgang 1939) und habe 34 Jahre in der Bundeswehr gedient. Über die Weinachtsfeiertage habe ich Ihr Buch fast in einem Rutsch durchgelesen und beglückwünsche Sie zu Ihrem Buch. Ich denke, dass es dazu beitragen sollte, ja müßte, dass sich die Verantwortlichen in Bundeswehr, Regierung und Parlament mehr um die Veteranen der Auslandseinsätze kümmern. Dass Sie die eigene Betroffenheit und Verletztheit so offen darstellen verdient hohen Respekt. in Leserbriefen habe ich in den letzten Tagen mehr Anerkennung für den Dienst unserer Soldaten im Einsatz gefordert und das unwürdige Kesseltreiben gegen Oberst Klein durch inkompetente Politiker und teilweise auch Journalisten angeprangert. Dabei habe ich viel Zustimmung erfahren. Leider können Außenstehende den Geist einer Truppe, die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das noch über Jahrzehnte anhält, nicht verstehen.
    Es war in Ihrem Falle richtig die Uniform auszuziehen und nun aus der Distanz dieses
    Buch zu schreiben, so konnten Sie mehr bewegen als auf dem Dienstwege möglich gewesen wäre!
    P.S.: Auch aus literarischer Sicht ist ihr Buch ausgezeichnet geschrieben.

    Albrecht Dinkel, OTL a.D. u. ehemal. Programmchef von RADIO ANDERNACH

  44. Liebe Frau Groos, durch einen Beitrag im ZDF vor einigen Wochen wurde ich auf Ihr Buch aufmerksam. Bin gerade auf den letzten Seiten angekommen. Mein Vater, zu dem ich seit über 10 Jahren keinen Kontakt mehr habe, war auch als Oberstabsarzt in Afghanistan. Das war, nach meinen Recherchen, 2008. Er hat dort einem sehr jungen norwegischen Soldaten das Leben gerettet, für dessen Freund kam jede Hilfe zu spät. Besonders bemerkenswert an der Situation war, dass er rein “zufällig” vor Ort war, darauf wartete, ausgeflogen zu werden. Seine Geschichte hat ein Rechtsanwalt auf seiner Homepage erzählt. Zu der Zeit, als ich über das Internet versucht habe, die Ereignisse nachzuvollziehen, war die öffentliche Diskussion darüber, ob das Krieg ist, was dort passiert, noch nicht sehr weit fortgeschritten, kein Vergleich mit der Berichterstattung der letzten Monate, des letzten Jahres. Zum Glück habe ich n
    eingefühlte und kluge Kollegen und Freunde, die mich nicht nur entgeistert angesehen, sondern zugehört und mit mir über meine vielen Fragen gesprochen haben, die mir natürlich niemand beantworten konnte – wie ich selbst es auch nicht vermocht hätte.
    Aus persönlichen Gründen (die ja hier nicht das Thema sein sollen) habe ich noch nicht wieder den Mut gefunden, ihm alle Fragen direkt zu stellen. Ich bin fast überwältigt von der “Neugier”, wie er all das überstanden hat, auch wenn er lange im Kosovo war und überhaupt sehr viele Auslandseinsätze hatte. Afghanistan ist aber, nach allem was ich nun hoffentlich bis hier lernen durfte, ganz anders.

    Ihr Buch jedenfalls, dafür möchte ich Ihnen mal aus dieser – vielleicht etwas anderen – Perspektive einfach danken. Es liest sich hervorragend, ich konnte weinen und sogar auch mal lachen (“wäre die Hummel bei der Bundeswehr”) und habe viel nachgedacht. Ich glaube, so lange wir nur Zuschauer sind, all das nie erlebt haben, bleibt vieles, was wir sagen, abstrakt. Aber es ist doch so wichtig, dass endlich offener über die Erfahrungen und Erlebnisse und auch den Umgang der Bundeswehr mit ihren “Heimkehrern” geredet wird, und zwar unermüdlich.

    Ihr Buch hat mir so sehr geholfen, mich mit dem Thema auch etwas “persönlicher” auseinanderzusetzen und mit doch schon ein einige meiner vielen Fragen beantworten können.

    Sie sind eine großartige Frau, ich wünsche Ihnen und Ihrer Famile von Herzen alles Gute.

    http://www.lutzschaefer.com/print.php?id_kategorie=8&id_thema=112

    Grüße aus Hamburg

    Sandra S.

  45. Liebe Frau Groos,

    ich habe seit dem Zeitpunkt vor zwei Jahren, als wir erfuhren, dass unser Sohn als Berufssoldat in seinen ersten Einsatz nach Afghanistan gehen muss, alles gelesen, was es zu diesem Thema gibt, das Internet durchforstet, mit vielen Soldaten im FBZ gesprochen, die zurückgekehrt waren, Feldtagebuchauszüge meines Sohnes lesen dürfen und fühle mich ebenso zerrissen, wie Sie. Es gibt so Vieles, was einen sagen lässt, ja es ist gut so, dass Isaf dort ist, aber fast täglich gibt es Meldungen, die alles wieder in Frage stellen. Man befindet sich ständig in einem Spagat – im Kopf ist man “Weltbürger” mit Verantwortung und sieht über den Tellerrand hinaus – im Bauch und noch mehr im Herz ist man Mutter, die ihr Kind vor solchen Erfahrungen, körperlichen und seelischen Schmerzen bewahren will – denn Kind ist man ein Leben lang! Wut auf die verantwortlichen Politiker, Enttäuschung über viele “Militärs”, die den Mund halten, als etwas zu bewegen und zu verändern, Traurigkeit über die vielen “Ichs & Ichs” der Gesellschaft, die ihre Meinung haben und gar nichts anderes hören wollen…

    So habe ich mich für einen aktiven Weg entschieden, um nicht daran zu zerbrechen: Meinen Sohn mit aller Kraft zu unterstützen, ihm das Gefühl geben, dass wenigstens wir als Familie zu ihm halten, ihn verstehen und stolz auf ihn sind. Denn er leidet sehr unter dieser Ignoranz und Besserwisserei von Menschen, die nicht den kleinsten Schimmer davon haben, was die SoldatInnen dort unten leisten. Er war im Rahmen seiner zivilen und militärischen Ausbildung für lange Zeit in Amerika – er hat gesehen, wie es auch anders geht. Dort haben die meisten Menschen begriffen, dass nicht die SoldatInnen die Verantwortlichen sind, sondern die Politik!

    Mein anderer aktiver Weg ist der, meine Meinung öffentlich kund zu tun, sei es in Gesprächen oder Blogs, die sich mit diesem Thema befassen, Leserbriefe in verschiedenen Zeitungen veröffentlichen lassen, zwischenzeitlich habe ich meinen Mut zusammengenommen und mich für “Interviews” in der Presse zur Verfügung gestellt und war zuletzt im PHOENIX-Fernsehen – alles nur, um eine bessere Wahrnehmung für unsere SoldatInnen zu erreichen, um Gesellschaft aufzurütteln und mir nicht eines Tages sagen zu müssen: Warum hast Du Deinen Mund gehalten? Das bin ich meinem Sohn und seinen KameradInnen schuldig – ich, als Bürgerin dieses Landes, erst dann als Mutter.
    Wenige Tage vor Weihnachten ist mein Sohn in seinen zweiten Einsatz gegangen – in acht Monaten werden wir wissen, ob und wie er es überstanden und verkraftet hat. Ich musste ihm versprechen, nicht aufzugeben – egal, was kommt – und weiter für “meine SoldatInnen” zu “kämpfen”, allen Widrigkeiten zum Trotz.
    Ich glaube, es ist etwas dran, an uns Frauen, was uns stark macht – was es ist, ich weiß es nicht, vielleicht die Liebe!

    Ich danke Ihnen von Herzen für dieses warme, menschliche und ehrliche Buch – es ist für mich von allen das Beste!
    Für Ihr neues Leben alles Gute – denken Sie daran, dass ist der Leitspruch unserer Familie – alles ist für etwas gut, wenn wir manchmal nicht oder erst viel später begreifen, wofür…

    Ihre
    Helga D.

  46. Hallo,

    Ich versuche es einfach noch einmal.
    Ich muß sagen, daß ich ihr Buch sehr bewegend fand. An unserem Standort bleibt dieser Tag unvergessen. Ich bin dort stationiert wo auch die Leute vom Anschlag herkommen. Mit “einigen” von ihnen habe ich inzwischen ein sehr freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Mit einigen von ihnen , war ich zu einem späteren Zeitpunkt zusammen im Einsatz. Es gab wieder einen Anschlag gegen unsere Leute. ZUhause am Standort wurde es nur die “Erinnerung an einen schwarzen Tag ” genannt. Wir waren alle sehr geschockt. Inzwischen bin ich froh, dass es unseren Kameraden wieder besser geht. Allerdings wird einer von ihnen nie mehr der selbe sein, da er damals zu schwer verletzt wurde. Er ist wie ein Kind. Nun ja und ich fühlte mich wie eine Mutter . Komisches Gefühl. Wir hatten das Beispiel vom 07.06 und fragten uns was besser für jemanden sei. Jemand der so schwer verletzt ist, dass er von alledem nichts mehr mitbekommt oder jemand der “nur” leicht verletzt ist und alles sieht. Zwei Soldaten von damals, die auch schwer bzw leicht verletzt waren entschieden sich dafür, dass es besser sei alles gesehen zu haben. Zuhause hat das niemand verstanden, wenn man mal darüber reden wollte . Ich bin wieder in der Vorbereitung für ISAF. Wir haben heute noch einmal die Bilder vom 07.06 angesehen. Ich mußte mich an das Buch erinnern. Das Bild von dem einen toten Soldaten unter der Wärmedecke usw. Es lässt einen nie los. Wir haben den Gedenkstein der 4 in Mazar aufgestellt. Es gibt auch einen an unserem Standort. Jedes Jahr findet dort eine Gedenkfeier statt….
    Ich finde es manchmal sehr traurig, dass erst solche Erlebnisse einen zusammenschweißen.

    LG und Danke.

  47. Liebe Frau Heike Groos!
    Herzlichen Dank an Sie für Ihr mutiges auftreten in Südwestfunk und im Ersten Programm und Internet! Ich werde Ihr Buch lesen und es verbreiten.Ich schließe mich den vielen Vorrednern und Leserinennen an.Sie sind ein wahrheitssuchende Frau und das ist es was in unserer heutigen Gesellschaft fehlt.Den meisten Bürgern und vor allem den Politikern, Taklmastern und sogenannten Experten.Ich bewundere Sie und Sie haben ,seit dem ich Sie im TV gesehen haben einen festen Platz in meinem Herzen!!! Mögen Sie und Ihre Kinder in Neuseeland den nötigen Frieden finden!
    Es gibt einen schönen Satz: Wer die Wahrheit nicht sucht-wird von der Lüge erschlagen!
    Ist s nicht so, das wir laufend belogen werden? Von den Präsidenten, Kanzler(In), Verteidigungs-Kriegsministern?! Ich kann nicht verstehen- und da werde ich wütend, wenn eine 5-fache Mutter in den Krieg geschickt wird ! Was ist das für eine Einstellung der BW-Oberen?
    Ich bin ein BundeswehrKind.
    4 Generationen meiner Familie haben Soldaten gestellt- Sie mussten alle für unser Land den Kopf hinhalten und wurden von schlechten “Führern”- verraten , verkauft, gedemütigt, als Kannonenfutter missbraucht!Bis heute! Warum? Schlechte Politiker, die nicht in der Lage sind gute Diplomaten zu sein . Der Grund warum Deutschland wieder Soldaten stellen muss, ist die nicht gegebene Souveränität, (Stichwort “Feindstatenklausel”, keine Volksabstimmungen usw.) Wir sind noch immer ein besetztes Land! Mein Vater war in Indien, Nepal+Birma deutscher Verteidigungattachee,( ich war als junger Mann von 18 Jahren für ein Jahr 1969/70 dort) Daher kann ich etwas mitreden und verstehe Sie sehr gut! Die schöne Landschaft Afghanistans, Bahmian und die Buddhstatuen konnte ich damals erleben.
    Die interessanten Menschen…Als die Frage aufkam Deutschen Mädels und Jungs nach Afghanistean zu schicken dachte ich -um Gottes Willen-geht es wieder los?Was haben wir da zu suchen.Alle Völker, die da durchgezogen sind- von Alexander dem Grossen bis über die Engländer ,Russen sind erbärmlich gescheitert! Fazit ?Raus aus dem Land, geordneter Abzug! Auch auf die Gefahr hin von unserem “BIGBROTHER-Freund” , den USA -Schwierigkeiten einzuhandeln.
    Und für DEUTSCHE MÜTTER muss es heissen(zur Not auch auf der Strasse )vor dem “Kanzleramt” : Meinen Sohn, Meine Tochter meine Stimme gehören nicht EUCH!
    Und noch etwas-wo sind die aufrechten mutigen Offiziere, die NEIN sagen!? Ist es wieder so wie im 3.Reich, das DIE Ihre Klappe halten?Es sind leider nur Wenige, die Zivilcourage haben!
    Sie haben Zivilcourage! Danke ihnen! Und sollten Sie vom Bundespräsidenten den Bundesverdienstorden bekommen-Lehnen Sie ab! Mein Vater(Er war ein superguter Soldat und lieber Vater!)- hat es auch getan….er wusste warum.
    Denn der Dank des Vaterlandes ist Dir nicht gewiss!!!
    —Lieb Vaterland, magst ruhig sein……

  48. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass das Krokodil von seinen Fesseln befreit wurde.

  49. Hallo Frau Groos!

    Ich habe ihr Buch im Regal von Freunden entdeckt und war neugierig – obwohl ich mit dem Thema Bundeswehr so gar nichts zu tun habe (Wehrdienstverweigerer). Aber ich bin selbst Jahrgang 1960, Gießener und Lio-Schüler….
    Ihr Buch hat mich tief beeindruckt! Vor allem durch Ihre Fähigkeit, ihre tiefsten Emotionen nachvollziehbar und anschaulich zu schildern – das ist wirklich nicht jedem gegeben! Ich habe großen Respekt vor Ihrer (Lebens-)Leistung….
    Herzlichen Gruß, Stefan Rinke

  50. Liebe Frau Gross.

    ich habe Ihr Buch an Weihnachten in 3 Tagen gelesen und kann Ihnen dazu nur gratulieren. ich war von 1983-1995 im sanitätsdienst der LLBrig 25, seinerzeit CAL und NAGOLD, im FschJgBtl 252, mit Springerausbildung etc…

    Es hat in Ihrem Buch Passagen gegeben, da musst eich weinen (Anschlag), es hat Passagen gegeben, da habe ich herzhaft lachen müssen (Beschreibung der Zimmer – grüne und blaue Möbel) und es hat Passagen gegeben, da war ich richtig wütend über meinen ehemaligen Dienstherr und dessen Verständnis mit seinen Soldaten umzugehen.

    However, ich habe ein der ersten Aktivitäten im Ausland 1991 “OP Kurdenhilfe” im Iran mitgemacht und später dann in einem Vorkommando.
    Ich hatte nach der Lektüre Ihres Buches das gefühl, das sich nicht wirklich was geändert hat.

    Seien Sie herzlich gegrüsst , Danke für dias tolle Buch und die offenen Worte, denn letztendlich hat auch mich der Zusatnd unserer Armee und das Verständnis in der Bevölkerung dazu veranlasst, mich letztendlich für eine zivile Karriere zu entscheiden.

    Glück Ab !
    ingo Wolf

  51. Sehr geehrte Frau Groos,
    soeben habe ich Ihr Buch ausgelesen aus der Hand gelegt und spontan beschlossen, Ihnen zu danken für den Mut, Ihr Leben zu schildern. Ich selbst und auch meine Familie haben mit der Bundeswehr bisher nichts zu tun gehabt – weder beruflich noch privat. Allerdings bin ich eine leidenschaftliche Verfechterin dessen, daß dieser Bundeswehreinsatz in Afghanistan schnellstmöglich beendet wird, geschweige denn, daß Truppen “aufgestockt” werden.. Ich weiß aber auch sehr wohl, daß das nicht alles so einfach ist und wie immer im Leben natürlich 2 Seiten hat. Gänzlich unerträglich empfinde ich jedoch z.Zt. die Diskussionen und Untersuchungen bzgl. des furchtbaren Unglücks, welches sich durch die Zerstörung des Tankwagens ereignete. Diese Scheinmoral hier in Deutschland bei unserern Politikern ist nicht mehr zu überbieten und verursacht körperliche Übelkeit.
    Ich denke, daß geht Ihnen nicht anders.
    Doch ich möchte mich noch einmal auf Ihr Buch beziehen: Nicht nur, daß Sie Menschen wunderbar charakterisieren können, nein, auch wenn Sie von Hitze, Kälte, Staub und dann wieder von klarer Hochgebirgsluft schreiben, habe ich diese Luft auch riechen können. Sie beschreiben das Land mit so viel Liebe, machen so viel Mut zum Leben und zeigen, daß man es schaffen kann, auch wenn es noch so dunkel manchmal um einen ist und man ganz schön vom Leben gezaust wird. Ich wünsche Ihnen sehr, daß Sie, daß Ihre Seele wieder ganz heil wird und sie die Kraft finden, uns mit einem neuen Buch zu beschenken.
    Alles Gute für Sie
    Ihre Ulla Scharnert

  52. Sehr verehrte Frau Groos, gestern habe ich ihr Buch in einer Buchhandlung innerhalb von 4 Stunden gelesen. Ich war zu tiefst beindruckt und berührt, teilweise war ich auch den Tränen nahe. Selten habe ich ein so beeindruckendes Buch gelesen was nicht fesselnder sein konnte. DANKE dafür!! Ich selbst war 12 Jahre im Sanitätswesen (Zahnarztgruppe) und 2mal in Prizren (KFOR). Ich gehöre einer zu denen Soldaten der ersten Stunde die ins Kriegsgebiet Mai 1999 verlegt wurde, sprich 1.+2. Ktgt., und habe auch ich viel über Tod und Trauer erfahren müssen. Daher haben mich ihre Zeilen auch sehr bewegt. Nun bin ich seit 10 Jahren an PTBS erkrankt und erfahre seitens der Bundeswehr und Politik keine Hilfe, trotz aller Bemühungen und Möglichkeiten tut sich nichts. Auch bin ich an die Öffentlichkeit und habe mit dem Regisseur Piet Eekmann den Dokufilm “Unsichtbar Verwundet” gedreht. Ich bin die Frau Oberfeldwebel die auch Stellung zu dieser Krankheit und Leidensweg bezieht. Vielleicht haben Sie sich diesen Film mal angesehen. Mittlerweile habe ich aus internen Quellen erfahren das sich immer mehr PTBS’ler vom 99’er Ktgt. melden. Denn ich denke nur wenn man an die Öffentlichkeit geht kann man auch etwas erreichen. Dieser Film war gelungen um auch der Dunkelziffer anzusprechen und Aufklärung zu bieten. Ich bewundere Sie auch dafür das Sie es geschafft haben Deutschland den Rücken zu kehren. Wenn ich die finanzielle Möglichkeit hätte würde ich das ebenso tun. Wenn ich Ihnen, seitens ihres Buches Anregungen und Erfahrungen geben kann dann stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich gute und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Ihre Dana Theers (Hauptfeldwebel d.R.)

  53. Liebe Frau Groos,

    habe Ihr Buch für unsere Truppenbibliothek angeschafft. Seitdem wird es oft gelesen.
    Persönlich Schade finde ich, dass Sie jetzt auf Tiere schießen. Die wehrlosesten aller Opfer. Ansonsten ist Ihr Buch sehr eindringlich geschrieben.

    alles Gute aus München

    D. Besold

  54. Hallo Frau Groos, auch ich habe Ihr Buch gelesen, nachdem ich im wdr5 das “Tischgespräch” gehört hatte. Mich hat bei dem, was ich bisher gelesen habe weniger der kriegsähnliche Schauplatz Afghanistan fasziniert als das, was die erlebten Geschehnisse im Menschen auslösen können. Was nimmt der Mensch in seiner Seele mit nach Hause? Die Heimat scheint eine andere Welt zu sein nicht die, welche die Soldaten verlassen haben. Ich war beeindruckt, dass junge Männer gern an den Ort der Gefahr zurückkehren und habe mich gefragt, warum? Ist es die Verantwortung der Aufgabe oder das Zugehörigkeitsgefühl einer Gemeinschaft oder der tägliche Kick mit dem Tod? Ich wünsche besonders Ihnen ein glücklcihes Leben, das Sie bisher mit enormer Kraft gemeistert haben und allen Soldaten eine gesunde Heimkehr.
    Herzliche Grüße aus dem Rheinland

  55. Sehr geehrte Frau Groos,
    heute bin ich mit Ihrem Buch fertig geworden und ich hab mir während des Lesens gedacht, irgendwie muss ich Ihnen schreiben und meine Gefühle mitteilen, ich hab das noch nie in meinem Leben gemacht!! So hab ich mit Ihnen “mitgelebt” und ich möchte Ihnen in etwa sagen” Es gibt Bücher, die liest man und stellt sie dann ins Regal, Ihr Buch aber bleibt in meinem Herzen”. So vieles wollte ich Ihnen sagen, als ich dann hier die bereits an Sie gerichteten Briefe las, denke ich, es ist wirklich schon alles gesagt worden und ich möchte mich aus ganzem Herzen anschließen.
    Vielen Dank für Ihre große Offenheit und Ehrlichkeit und ich denke, dadurch konnten Sie sich selbst helfen und unzählig vieles in Bewegung setzen, wie ein Dominostein …..
    Ich möchte Ihnen von Herzen danken und wünsche Ihnen von ganzem Herzen eine gute Zukunft und Gottes Segen. Ihre Kinder können wirlich stolz und dankbar sein, so eine großartige Mama zu haben.
    Liebe Grüße aus Oberbayern
    Elisabeth Huber

  56. Liebe Frau Groos,

    eben habe ich Ihr Buch fertig gelesen und bin sehr bewegt. Es war wirklich an der Zeit, dass eine Stimme der sonst anonym bleibenden Soldaten ausspricht was lange in der Öffentlichkeit unter den Teppich gekehrt wurde: der Einsatz in Afghanistan ist ein Kriegseinsatz und die Leistung der Soldaten dort wird in keiner Weise öffentlich gewürdigt. Eine ehrliche, öffentliche Diskussion des Einsatzes hat noch gar nicht begonnen.
    Ich habe selten eine so mutig und bildreich beschriebene Schilderung einer seelische Verwundung und der nach langen Kämpfen und Leiden erfolgte Genesung gelesen wie in Ihrem Buch.

    Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein glückliches Leben in NZ

    Grüße aus Stuttgart

    Bernd Troschke

  57. 10 Jahre habe ich nicht geweint, habe nie über das Erlebte gesprochen. Habe die Bilder verdrängt. Von den brennenden Häusern, den vielen Toten in dem Massengrab, von flüchtenden Menschen, von Angst und Gewalt. 10 Jahre und vier Einsätze lang hat es gedauert. Jetzt konnte ich weinen. Mit Anfang 30 zum ersten Mal wieder. Jetzt weiß ich, dass ich nicht alleine bin. Danke für Ihr Buch.

  58. Sehr geehrte Frau Groos,
    es ist schade, dass es keine Pflichtlektüre für Minister und andere politische Entscheidungsträger gibt, denn Ihr Buch würde sicherlich ganz oben auf der Liste stehen. Als ich das Buch gelesen habe, habe ich mich immer wieder gefragt, aus welchen Gründen Sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben. Aber letztlich ist es ja auch egal aus welchen Gründen man genau was macht im Leben. Ich könnte auch nicht erklären, aus welchen Gründen ich meinen Beruf ergriffen habe. Es ist vielleicht eine Frage des Standpunktes. Sie sind sehr bewundernswert, nicht zuletzt für dieses wache Buch.
    Ihnen alles Gute und viele schöne Momente. Danke.
    Caroline Rabe

  59. Liebe Frau Groos,
    nach Lesen Ihres Buches ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen einfach nur so einen herzlichen Gruß zu senden. Während des Lesens ging mir so viel durch den Kopf, was ich Ihnen sagen wollte, aber Sie haben in den letzten Seiten Ihres Buches alles selbst gesagt. Als überzeugte Pazifistin bin ich erschüttert darüber, daß die Dinge tatsächlich so sind, wie man sie sich vorstellt. Leider haben die Normalbürger zwischen Job-Stress und Hartz IV verlernt, gegen Krieg und Politik auf die Straße zu gehen, sie haben alle keine Kraft mehr. Und eines haben Sie bei mir bewirkt: Als bislang große Bundeswehr-Gegnerin habe ich eine völlig neue Sichtweise über das Soldatenleben erhalten und zolle Ihnen allen Respekt.
    Alles Gute für Sie, Carola.

  60. Liebe Frau Dr. Groos, Sie haben mit ihrer Einsicht und Innensicht ein sehr bemerkenswertes, zu jederzeit hervorragend lesbares Buch geschrieben. Sie erweisen sich als Mensch, als verletzbar, stolz, authentisch, verantwortungsbewusst. Letzteres bezeugt durch die Art und Weise, wie Sie mit ihren Erlebnissen umgehen. Ich würde mir wünschen, dass sich insbesondere diejenigen, die die Verantwortung für die Auslandseinsätze der Bundeswehr tragen, (nicht nur, aber nicht zuletzt) dieses Buch lesen. Um zu verstehen, welche Verantwortung sie da übernommen haben – nicht nur für die Menschen in Afghanistan, deren Emotionen und Bedürfnisse sie oft genaug kaum kennen, sondern auch für die Menschen, die sie dorthin entsenden.
    Alles Gute, Frau Dr. Groos & vielen Dank für dieses wichtige Buch!

  61. Liebe Frau Groos
    Ich bin die Frau eines Offiziers der nach zwei -einhalb Monaten Afghanistan mit einen Toten zurück kam .Dieses Trauma hat unser Leben verändert und seit dem Tag ist nichtsmehr wie es war.
    Ich habe mir ihr Buch auf den Geburtstag gewünscht und meine Beste Freundin hat es mir gekauft .
    Auch Zuhause findet man plötzlich eine andere Familie die ins solchen Situationen zur Seite stehen.
    Ihr Buch hat mich sehr bewegt .ich konne schon mit meinem Mann mitfühlen weil ich weiß was dort unten los ist . Aber er war einfach weg .
    Er log einen Rettungshubschrauber um eine amerikanisch Offizierin ab zu holen die 20 Minuten von einem afghanischen Wachoffizier, den sie selbst ausgebildet hatte, beschossen wurde .Wärend sie beim joggen im Lager war .
    Mein Mann sagtedas er genau wusste du kannst so schnell fliegen wie es geht und sie wird tot sein ”
    Sie war Tot, durchlöchert von einem ganzen Magazin der deutsche Artzt wusste das sie tot war und er musste sie unter vorgehaltener Waffe 20 Minuten auf dem Landeplatz wiederbelebenund den ganzen Flug bis zum Krankenhaus . Ihre amerikanischen Kameraden verlangten das . wie soll man so etws verarbeiten . Dir ist nichts passiert aber das Trauma ist doch da.
    Auch den Beschuss des deutschen Hubschraubers alle dachten “Jetzt ist alles vorbei ” und dann war es nur falscher Alarm??!!
    Aber der Gedanke ich habe soviel noch nicht gesagt, ich habe sovie nicht getan, ich habe soviel verpasst und jetzt ist alles zu Ende der bleibet und damit kommt man Heim
    und das alles möchte man sagen ,tun ,nacholen. aber da ist die welt Zuhause und die ist anders und sie Dreht sich obwohl er nicht da war ,und die Gewissheit so würde sie sich drehen wenn er nicht mehr kommen würde. und das tut weh und das entfernt noch mehr.
    Und Zuhause !!!
    Wie oft bin ich in die Mittaspause gegangen und habe gebetet das niemand vor meiner Tür steht in Uniform.
    Wie oft war ich Wittwe !
    Wie oft habe ich durchdacht was ist dann ,wie geht es dann weiter .
    Wie oft habe ich mir anhören müssen das wir Ja so viel Geld bekommen und das wäre ja wie Urlaub.
    Das selbe Gefühl nicht verstanden zu werden ,alleine zu sein .
    Nur in DEutschland .
    ich kann allse so genau nachfühlen was Sie geschrieben haben.
    Wie offt wolle ich chatten mit Frauen von Soldaten aber wenn ich gelesen habe das die 6 Monate weg sind und mit dem Jeep durch das Land fahren kam ich mir doof vor .
    Hatte ich überhaupt das Recht Angst zu haben ,ihn zu vermissen ?
    Also habe ich es gelasse.
    Wenn ich mit der Familie darüber gesprochen habe dann hatte ich das Gefühl, das sie einfach mitten im Gespräch abgeschalten haben, sie haben das alles ignorirt . Also war ich wieder allein .
    Und so weinte ich heimlich meine Tränen und baute jeden Tag ein bisschen mehr an meiner Mauer die mich schützen sollte.
    Mit meinem Mann hatte ich währed der Einsätze immer Kontakt aber das war sehr belastent” Sollte ich im mit seinem Heimweh auch noch meinen Kummer aufladen also schwieg ich und weinte wenn es keiner sah.
    Wenn dann in diese Zeit auch nur die kleinste Kleinigkeit deine zarte Schutzmauer steift dann denkt man es bricht alles zusammen und das kann schon ein verstopfter Abfluss sein.
    Ich danke ihnen für dieses Buch und für dise Seite hier weiß ich das man mich verstehen.
    Zivilistin und Offiziers- Ehefrau
    Nicole W.

  62. Sehr geehrte Frau Groos,
    während ich die letzten Seiten Ihres Buches las, fielen in Kunduz wieder 3 deutsche Soldaten, ebenso wurden deutsche Soldaten verwundet.
    Es war zu Ostern.
    Krieg ist aber immer, 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche …
    Der jetzt zuständige Minister spricht offen über den gefährlichen Einsatz , den meisten Politikern in Berlin wäre wohl die Bezeichnung “THW-Einsatz in Flecktarn “lieber. Dabei werden wir täglich auf weitere Opfer am Hindukusch vorbereitet.
    Werden unsere Soldaten die letzten Truppen in Afghanistan sein, weil die deutsche Regierung so mit sich und Afghanistan beschäftigt ist, daß sie den Abzug vergißt?
    Ihr Buch müßte Pflichtliteratur werden in den Schulen !
    Vielen Dank für dieses ehrliche Buch.
    Mein Exemplar ging gestern gleich in die nächsten Hände zum Lesen.
    Alles Gute Ihnen und Ihrer Familie !
    Hochachtungsvoll !
    Uwe Schmidt

  63. Hallo Dr. Groos
    Ich habe Ihr Buch gelesen, weil ich wissen wollte, was wirklich in Afghanistan passiert. Da ich keinen Kameraden kenne der dort war, wurde mir Ihr Buch von einen OTL empfohlen.
    Ich habe in den 80zigern gedient. Da hatte wir noch ein Feindbild. Somit war für mich die Bundeswehr eine Einrichtung zu der man Morgens ging, seinen Dienst machte und wieder nach Hause fuhr.
    In ihrer Grundstruktur hat sich da nichts verändert – leider nicht’!!
    Würde die BW doch einfach nur ein bischen schauen, was um sie herum passiert, dann wäre die Fürsorgepflicht ein Selbstgänger und sie würde von sich aus dafür Sorgen, das das Deutsche Volk versteht was unsere Kameraden seit unseren Auslandseinsätzen erleiden müssen. Ein Soldat muß hart sein, aber er darf auch Gefühle habe. Und diese Empfindungen muß die BW Führung auch zulassen!!
    Ich möchte mich dafür bedanken, das sie so ehrlich über sich und all Ihre Sorgen und Probleme geschrieben haben. Sollte in meiner Reservistenarbeit mir ein “Veteran” begegnen, werde ich an Ihr Buch denken und ihm offen entgegentreten.
    Ich wünsche Ihnen, das Sie nie wieder Ihren Weg verlassen müssen.
    Herzlichen Dank und Gruß

  64. Liebe Frau Groos,

    ich habe ihr Buch verschlungen!!! Und ich möchte Ihnen so sehr danken. Sie haben mir ermöglicht, die Dinge, die mein Sohn momentan in Afghanistan sieht und erlebt, fühlt, auch ein bisschen zu sehen und fühlen.

    Ich habe ihn alleine groß gezogen und – als ehemals mit einem Angehörigen der Französischen Armee verheiratet – versucht davon abzuhalten, zur Bundeswehr zu gehen. Ich bin Pazifistin und wünsche mir Frieden auf dieser Erde. Und ich bin überzeugt davon, dass Frieden nicht mit Krieg zu erreichen ist.
    Um so schockierter war ich als mein Sohn entschieden hat, sich für 12 Jahre zu verpflichten. Irgendwann, nach Abschluss seiner Ausbildungen bei der BW war auch mir klar, dass er in den Einsatz gehen wird.
    Nun also ist es so weit…

    Das was wir als Angehörige durchmachen ist die eine Sache – Angst, Albträume, Schlaflosigkeit. Von morgens bis abends, so lange, bis eine Nachricht kommt: “Bin wieder heil zurück im Camp”. Die Vorstellung, dass mein einziges Kind für all die Lüge, den Wahnsinn womöglich sein Leben lassen muss…und die Diskussionen in den Medien und unter Politikern machen mich wütend. Unsagbar wütend!

    Die andere Seite ist die Seite meines Sohnes, der mir von seiner Sterbensangst berichtet, von der Sinnlosigkeit – aber auch von der Schönheit des Landes, der Kameradschaft, von den Menschen dort, die keine Vorstellung davon haben, wie es sich in einem Land wie unserem lebt…unglaublich spannend und surreal. Und er erzählt mir von dem Geruch, den er nie vergessen wird – so wie Sie.

    Das was Ihr Buch mir gegeben hat, kann ich Ihnen nicht beschreiben. Aber irgendwie habe ich das Gefühl besser vorbereitet zu sein, wenn er im Juli zurückkommt. Danke dafür! Und danke für Ihre Ehrlichkeit!

    Ich wünsche Ihnen alles Gute.

  65. Sehr geehrte Frau Dr. Groos,

    im Netzwerk der Hilfe für Angehörige von Soldatinnen und Soldaten habe ich die Selbsthilfegruppe “Eisblume” gegründet. Sie soll Familien von Soldatinnen und Soldaten die Möglichkeit geben, sich in persönlichen Gesprächen auszutauschen, und wenn nur irgendwie möglich sich gegenseitig zu unterstützen.
    Mein vorrangiges Thema ist die Posttraumatische Belastungsstörung, die jetzt schon einige zum “Modewort” ernennen, weil man so viel darüber hört. Die Betroffenen finden es aber ganz und gar nicht “schick” an PTBS erkrankt zu sein. Warum müssen Menschen immer über Dinge urteilen, die sie nicht verstehen, und wofür Sie danbar sein können, dass sie sie nicht erleben müssen.
    Ich möchte Familien von Soldatinnen und Soldaten darin unterstützen besser mit der Erkrankung umgehen zu können. Die Angehörigen sind die Ersten, die mit dem Trauma konfrontiert werden und nicht wissen damit umzugehen. Sie sind nach dem Einsatz, wo sie schon Monate in Angst gelebt haben, ob sie ihre Soldatin/Soldaten überhaupt wiedersehen, nochmals hochgradig mit belastet und allein damit. Das möchte ich mit allen, die sich auch im Netzwerk der Hilfe engagieren ändern. Ein langer Weg!
    Ihnen Frau Groos, möchte ich meine Anerkennung und meinen Respekt aussprechen.
    Ich würde mich sehr freuen, von Ihnen zu hören.

    Liebe Grüße
    Birgit Klimkkewicz
    “Eisblume”

  66. Hallo Frau Groos,
    ich komme aus Polen und wochne in München seit 4 Jahre.Ihr Buch habe zufärlig im Buchhandlung gefunden und gleich gekauft.Meine polnische Freunde haben schon gefragt ob ich das Buch schon durchgelesen habe ,sie wissen das ich mich für Afghanistan und Iraq sehr interessiere-ganz untypisch für 29 jährige Frau.Ich lese alles was ich finde über Iraq ,Afganistan usw.Leider bei uns in Polen gibs so was nicht ,und das fählt mir sehr ,alles was ich bis jetzt gelesen habe war auf deutsch.Ich bewundere Sie und denke an unsere polnische soldaten die auch im Afghanisten im Einsatz sind,seid polnische Kontingent im Afghanistan stationiert, sind auch mehrere Soldaten verletz worden oder ums leben gekommen ,und ich frage mich wieso?Wozu sind wir da?Ich kappiere das nicht ,das ist doch nicht unsere Krieg.Aber ich versteche oder versuche zu verstehen was sie alle fühlen ,wenn sie züruck kommen,und was Sie gefühlt haben.Es musste schrecklich gewesen sein ins normales Leben züruck zu kehren nach allem was Sie dort gemacht und erlebt haben.Ihr Buch hat allem die keine Ahnung vom Soldaten Leben im Krieg -Einsatz haben klar gemacht das sie dort kein Urlaub verbringen das sie ihr Leben risikieren und oft sich nicht von schrecklichen Erinerungen befreien können.Ich bin Ihnen sehr sehr dankbar ,das Sie so viel Mut un Kraft hatten das Buch zu veröfentlichen.Ich wünsche Ihnen alles Gute.
    marta

    PS:MEIN DEUTSCH IST NOCH NICHT PERFECKT

  67. Hallo Frau Groos,

    durch Zufall habe ich letzte Woche ihr Buch im Handel gesehn und es sofort gekauft. Das Buch berührte mich sehr, und regte auch zum Nachdenken an. Es ist mal sehr schön, das Geschehene aus der Sicht eines direkt Beteiligten zu erfahren, auch wenn sie stellenweise sehr traurig und erschütternd sind; aber wahr!

    An dieser Stelle meinen vollsten Respekt und meine Hochachtung an alle Soldaten und ihre Angehörigen, die von ihnen erbrachten Leistungen vor, in und auch nach ihren Einsätzen!

    Nach dem Besuch ihrer Homepage warte ich nun auf die Veröffentlichung ihres zweiten Buches!

    Vielen Dank für dieses ehrliche Buch!
    Ihnen und ihrer Familie alles Gute!
    Mit freundlichen Grüßen Jennifer Gugolka

  68. Liebe Frau Groos,

    ein wirklich bewegendes Buch haben Sie da geschrieben. Es sollte von einer breiten Öffentlichkeit und vor allem von Politikern gelesen werden.
    Ich hab es quasi in einem Zug durchgelesen und gleich danach das ebenso bemerkenswertes Buch ” Unter Beschuss”.

    Allerdings hat mich ihre Geschichte aus ganz bestimmten Gründen mehr berührt.

    Ich selbst habe meine PTBS bei Inlandseinsätzen (SAR) “erworben”. Meine WDB wurde auch im ersten Anlauf anerkannt, auch wenn ich erst im Widerspruchsverfahren einen höheren MDE bekam.
    Gleichzeitig habe ich seinerzeit in Hamburg (VI) von einigen Kameraden hautnah mitbekommen, wie schwer es für diese war, eine WDB anerkannt zu bekommen, da die entsprechenden Vorfälle nicht dokumentiert waren und es so schwer war, “Beweise” zu erbringen.
    Übrigens hatte ich dort auch Kontakt von Opfern und Helfern die bei dem schweren
    Anschlag auf den Bus in Kabul betroffen waren.
    Aber auch zahlreiche Kameraden die im Kosovo gedient hatten und erste “Fälle” aus A-stan.
    Auf jeden Fall bin ich seit 2006 nach über 23 Jahren als Soldat aufgrund meiner WDB mit 40 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand geschickt worden.
    Ich kann nur jedem dringend empfehlen sich frühzeitig anwaltliche Hilfe zu holen.
    Für den Großraum Hamburg habe ich eine gute Adresse und bin gerne bereit, diese auf Anfrage weiterzugeben.
    Es war zwar sehr schwer, seine Geschichte dort noch einmal zu erzählen, aber immerhin hat sich die ganze Mühe gelohnt.

    Ich bin schon sehr gespannt auf ihr neues Buch und die Erlebnisse, die dort geschildert werden.

    Beste Grüße aus dem hohen Norden

    Horst Rieger
    Stabsfeldwebel a.D.

  69. Liebe Frau Groos,

    auch ich habe ihr Buch nicht mehr weglegen können, obwohl ich so gut wie keinen direkten Bezug zur Bundeswehr habe. Und auch ich habe im Anschluss u.a. auch “Unter Beschuss” gelesen.

    Ihr Buch hat mich zutiefst betroffen gemacht, zumal ich es genau angefangen hatte zu lesen, als im April die deutschen Soldaten in AFG gefallen sind. Als dann noch klar wurde, dass einer aus der unmittelbaren Umgebung kam und ein anderer ein Freund eines Soldaten ist, den ich sehr mag, war und ist dieses Thema sehr präsent.

    Ich finde es toll, dass sie den Mut hatten, dieses Buch zu schreiben, denn es hat mir gezeigt, dass es notwendig ist, die Augen vor diesem Thema nicht zu verschließen. Ganz im Gegenteil, es ist lange überfällig, dass viel mehr Menschen lesen, dass diese Einsätze alles andere als Urlaub sind.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und freue mich auf Ihr nächstes Buch!
    Ursula Freund

  70. Liebe Heike

    Danke Dir und Deinen Mitautoren für den Mut dieses zweite Buch geschrieben zu haben.
    Alles liebe und bis bald, herzlichst Bettina

  71. Herzlichen Glückwunsch zum zweiten BUch!

    Wer auch etwas mehr über die zukünftigen Kriege der USA erfahren möchte, sollte sich über die Agenda des Millitär-und Globalisierungs-“Experten” Thomas Barnett informieren!!! Pentagons ” New Map for War end Peace”! Ein Wahnsinniger entwirft die nächsten Kriege für die alte und jetzige US-Regierung.

    Die Kriege sind noch lange nicht zu ENDE,
    die nächsten sind geplant und in Vorbereitung.
    Das sollte vor allem Soldaten und Soldatinnen interessieren, wenn die Marschbefehle demnächst in den Iran, Nahen Osten oder nach Asien gehen werden…

  72. Liebe Heike Groos,

    danke. Als militärischer Laie und einfacher Bürger/Steuerzahler (Jahrgang 1954) bin ich gestern in einer Buchandlung über Ihr neuestes Buch “Das ist auch Euer Krieg!” gestolpert. Die erste Reaktion war: was für ein Titel, mutig und frech!

    Ihr Mut und gerade auch der Ihrer Mitautoren öffnen dem berühmten Otto Normalverbraucher durch diese authentischen Berichte ganz andere Sichtweisen und eben auch Gefühle der Wut und Trauer. Die in diesem Forum hinreichend beschriebenen Gründe der Unfähigkeit und Inkompetenz vieler Entscheidungsträger in den unterschiedlichsten Bereichen verstärken diese Gefühle.

    Und, liebe Frau Groos, es sind auch Gefühle der Freude und Neugierde. Ich bin mir nämlich absolut sicher, dass durch Ihr in Gang gesetztes Werk mancher Berater, Psychologe, Neurologe und Psychiater sich auf die beschriebenen Symptome und Befunde besser einstellt. Und damit haben Sie und Ihre Kollegen viel erreicht!

  73. Hallo liebe Frau Groos!
    Erst einmal wünsche ich Ihnen, das Ihnen das Erdbeben nicht geschadet hat oder zugesetzt hat!
    Ich hoffe, das ich Ihren Vortrag am 16.9.2010 in der Thalia Buchhandlung besuchen kann.
    Auch bei einem Freund in Braunschweig habe ich für Sie die “Werbetrommel” gerührt…das er dort Ihren Vortrag anhören möge..
    Herzlichen Gruss aus Deutschland
    G.Schmitz

  74. liee frau gross,tzm ersten mal bin ich aufmerksam geworden als sie
    in der giessener zeitung einen kurzen bericht geschrieben haben.
    sie kommen aus giessen,wo ich auch seit dreissig jaahren wohne
    wollte erst nicht bleiben,das studium hatte mich hier her verschlagen.
    mein mann ist kriegsveteran,ameriikaner.
    kurz nach der geburt unseres heute 2ojährigen sohnes musste er in
    den rieg,dessert storm.
    tg ud nacht habe ich ängste ausgehalten,geweint,war verzweifelt
    und dachte nur keinen besuch von zwei männern in uniform.
    ich weiss von was sie reden,was sie erlebt haben wird für immer
    mit ihnen sein. so etwas kann man nicht vergessen,ich bin stolz auf sie.
    sehr stolz.
    mein mann ist nicht mehr so zurückgekommen wie er gegangen ist,
    er hat sich verändert,aber durch meine hilfe hat er so einiges geschafft
    zu verarbeiten.
    er war immer stumm,hat kaum gesprochen alls er aus dem krieg zurückgekommen
    ist. die menschen um mch rum hattten ihre eigenen kleinen probleme und
    nur einige wenige waren am geschehen interessiert,so war mein baby
    in meinen armen ein grosser trost in stillen verzweifelten stunden.#
    ich wohnte damals in einem hochhaus in der stadtmitte in der diezstrs.7
    auf dem flur befanden sich nur zwei wohnungen,gegenüber von mir
    wohnte eine juguslawin,sie war früher lange jahre bedienung im wienerwald,
    sie hat nicht einmal gefragt wie es mir denn wohl so ergehen mag alleine
    mit dem baby in der grossen wohnung und in diesem grossen haus.
    es hat nicht lange gedauert,da hat sie an meine türe geklopft als es iim
    cosovo los ging,ich habe ihr wütend gesagt,dass es mich kein bischen
    interessieren würde wie sie fühlt,denn schliesslich hätte sie sich um mich
    als nachbarin noch dazu mit einem kleinen baby auch nicht gekümmert.
    nicht einmal guten tag hat sie gesagt.
    ich habe in meinem lebenfestgestellt,dass die menscen nur dann hellhörig
    werden wenn sie eigens betrifft.
    so etwas ist sehr schade-
    ich wünsche ihnen viel kraft zur verarbeitung ihrer schweren erlebnisse.
    margit

  75. Sehr geehrte Frau Groos,

    Ihr Buch, ein schöner Tag zum Sterben, hat sich mein Mann zum Geburtstag gewünscht. Er ist BS und war auch schon 4 Mal im Einsatz, unter anderem auch in Afghanistan (Feyzabad).

    Nun hab ich Ihr Buch als erstes gelesen. Und konnte es kaum aus der Hand legen.

    Es hat mir die eigene Welt der Bundeswehr ein Stückchen näher gebracht. Ich arbeite seit 8 Jahren ehrenamtlich in unserer FbSt. Durch dieses Buch bin ich, vielleicht, in der Lage, die Situation in Afghanistan den Angehörigen etwas näher zu erklären.

    Nichtdestotrotz werde ich als Zivilistin und als Angehörige nie die Welt der Bundeswehr ganz verstehen. Nicht weil ich nicht will, sondern weil es eine eigene Welt ist. Ich werde auch nie die intensive Kameradschaft verstehen die in so einem Einsatz herrscht. Nicht weil ich nicht will, sondern weil diese Einsätze die Männer und Frauen so zusammenschweisst.

    Ich kann nicht nachvollziehen wie mein Mann sich fühlt, wenn er wieder nach Hause kommt. Für uns ist dieses zu Hause so selbstverständlich. Wenn er sich freut, wieder alleine auf Toilette gehen zu können, ohne dass ein Kamerad im Kämmerlein neben ihm sitzt und mit seiner Freundin über Handy streitet. Duschen kann, ohne dass ihm der Vorhang am …………..klebt. Mit mir Einkaufen fährt und im Supermarkt sagt: Ich möchte ein richtiges Ei anfassen und kein Pulver…………..

    Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum er die Autotür aufmacht, erst nach unten schaut und dann erst aussteigt. Warum er, wenn wir spazieren gehen, genau in meine Fusstapfen tritt……..und und und…………..

    Er erzählt mir sehr viel aber dennoch hat Ihr Buch mir diese Welt ein Stückchen näher gebracht. Dafür ein herzliches Dankeschön. Ich bin froh, dass Sie sich nicht haben einschüchtern lassen!!!!!

    Ihnen wünsche ich alles Gute.

    Louise.K

  76. Nein, das ist NICHT auch mein Krieg, liebe Frau Kollegin.
    das als erstes.
    Ich grüße Sie herzlich und beglückwünsche Sie zu diesem (Ihrem zweiten) Buch. Unbestritten ist es ein wichtiges, sehr gutes Buch, es sollte ein Augen-und Hirnöffner für viele werden!.
    Nichtsdestotrotz ist es auch ein sehr hilfloses, weil tertiärpräventives Buch (das Raucherbein ist schon ab, und nun muss man mit der Prothese Laufen lernen, obwohl alle wissen, was starkes Rauchen für Folgen haben kann; ich weiss, der Vergleich hinkt (!), wie alle Vergleiche).
    Nach dem Krieg zu weinen und zu jammern ist wichtig und notwendig, aber es wird ja niemend gezwungen, zur Armee zu gehen. Auch nach Afghanistan MUSS niemand gehen (soweit ich informiert bin) ; im Gegenteil, einige der Soldaten schreiben über das viele Geld, das lockt, das Abenteuer, das es endlich zu erleben gillt.
    Die Propaganda hat also auch hier wieder funktioniert, aber die professionelle Nachsorge klappt skandalöserweise nicht! (Es gab ja sogar mal einen ,,Tatort” dazu!)
    Am meisten bewgt haben mich die Berichte der Angehörigen, die Ängste, die Trauer – hier wohl auch die Selbstvorwürfe, nicht stark genug verhindert zu haben…
    Ich habe niemanden im Krieg verloren, habe aber vor etlichen Jahren in Afghanistan ärztlich gearbeitet, hatte auch Angst vor den vielen Strelas und Kalaschnikows usw, die überall herumgefahren und -getragen wurden. In Afrika habe ich auch Kriegsopfer behandelt, Beine amputiert, Geschosse operativ entfernt, usw usf- natürlich hat es mich belastet, aber ich wußte ich gehe in ein Kriegsgebiet und …. —
    Beim Lesen ihres Buches wurde ich mehrfach richtig wütend über manche lamentierenden Berichte, dachte :,, ja warum bist Du Rindvieh denn dahin gegangen, seid Ihr wirklich alle so naiv??? Krieg geht nur wenn jemand mitmacht, er wird von denen gemacht die dort sind” (Rindvieh als Redensart, soll nicht böse oder verächtlich gemeint sein!!) Immer wieder nur: ,,Stell Dir vor es ist Krieg und KEINER, wirklich KEINER geht hin!!!!” nach zwei Weltkriegen hier und unzähligen in der Nähe – jede(r) der die NICHT hingeht, trägt zum Frieden bei ! ! ! ! !
    Im Übrigen hat mir 1993 (!) beim Passieren de Khyberpasses (nach einer “Strassenkontrolle ” im NWFP ) ein pashtunischer Kollege zu den afghanischen Stämmen / zum Staat folgendes gesagt,: wir Afghanen sind so (spreizt die Finger seiner Hand), aber wenn jemand unser Land überfällt , dann machen wir so ( balllt die Hand zur Faust). Ähnliches las ich kürzlich im 2009 (!) erschienenen “Afghanistan – A Military History from Alexander the Great to….von Stephen Tanner, Seite 4: ” .. evidence indicates, that Afghanistan is only capable of unity ,when its people respond to a foreign threat” und weiter ” Afghans…engage in internecine battles or simply enjoy freedom -not the kind enforceable by a Magna Charta or a…manifesto , unbothered by government at all”
    Die ganze Geschichte von wegen Freiheit und Demokratie nach westlichem Vorbild, ,,wir verteidigen unsere Freiheit am Hindukusch”- ist doch nichts als Propaganda, ausländische Soldaten haben da nichts verloren.
    Nachdem nun kürzlich der Reichtum an Bodenschätzen dort bestätigt wurde, werden auch bald die ersten Wirtschaftsdelegationen anreisen, wenn dann die Verträge in trockenen Tüchern sind , wird auch die Bundeswehr abziehen, nachdem genügend private Sicherheitsfirmen (mit dann ehem BW-Söldnern?) vor Ort sind.
    Soldat werden schließt auch schiessen um des Tötens willen mit ein (ich war -leider -18 Mon zum GWD in der DDR).
    Ich offe sehr, Ihr Buch verhilft einigen Unentschlossenen zum Neinsagen, zum Verweigern, zum Protestieren.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute, vielleicht sehn wir uns mal in NZ.
    freundlichst
    PBerg

    • Lieber PBerg, es ist grundsätzlich nicht mein Ding Schreibern, die Leute als Rindviech bezeichnen, zu antworten. Gleichwohl scheinen Sie einer zu sein, dessen Vorliebe sich nicht auf bergwandern in Österreich bezieht oder der Entspannung auf Mallorca sucht.
      Sie waren, in welcher Rolle auch immer, vor Ort, schon recht früh und betonen dies mit einem Ausrufezeichen. Da hoffe ich sehr, dass Sie nichts “mitgenommen” haben. Und Sie sind einer, der dem Thema wie viele begegnet, so in etwa, warum mosern solche Rindviecher da blos rum, schließlich haben die sich ja selbst entschieden. Jeder, der dieses Thema in Diskussion bringt, kennt diese Widerstände. Diese grandiose Vermischung von Themen. Insoweit lohnt es sich schon, Ihnen zu antworten.

      Nun, es geht bei diesem von Heike Groos und anderen angestossenem Thema nicht darum, warum sich einer für den Soldatenberuf entscheidet und um den Sinn und Unsinn eines militärischen Engagements Deutschlands in diesen Kriegsgebieten. Da haben Leute wie Scholl-Latour und ganz aktuell Hinterbliebene und Betroffene aus der Madrider und Londoner Szene in konträren Standbunkte wohl die beste Kompetenz. Es geht auch nicht darum, wie sich ein Soldat in einer parlamentarisch geführten Armee vor, während und nach eines Einsatzes im Krieg verhält.

      Ehemalige Soldaten wie die Heike Groos fokussieren den Umgang mit Soldaten durch den Dienstherrn Bundeswehr und letztlich einer durch Demagogie verblendeten Gesellschaft. Lieber PBerg, ausgewiesene Profis wie Sie werden doch nicht einem Feuerwehrmann, einem Rettungssanitäter oder gerade auch einem Vergewaltigungsopfer zurufen: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um?

      Sie sprechen Groos als Kollegin an. Nun, sollten sie ebenfalls einen Arztberuf ausüben und einem Veteranen begegnen, wäre eine solche Einstellung wirklich dramatisch. Sollten Sie Mitarbeiter oder Manager eines Kostenträgers sein, dann wäre es einfach eine Katastrophe. Also, kommen Sie mal runter und konfrontieren Sie sich mit den wirklichen Themen. Ich vermute, es ist auch das Ihrige.

      • Deutsche Sprache, schwere Sprache … nicht wahr!!??

  77. Schon nach den ersten Seiten ihres Buches -Ein schöner Tag zum Sterben – kammen bei mir erinerungen an meine BW Zeit. Vor über 20 Jahren war ich alls Kradmelder auf einer Nato Übung in Bayern unterwegs , und muste mit ansehen wie 5 meiner Kameraden ( nein 5 Freunde) in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt wurden ( mit schweren Fahrzeugen )
    In Zeiten ohne Handy und mit nicht gerade gutem Funk , bin ich los um ein Telefon zu finden , es dauerte eine Halbe ewigkeit bis ich ein Haus fand wo ich einen Notruf absetzen konte.
    Alls ich zur Unfallstelle zurückkam war das erste was ich zuhören bekam nichts an die Presse .
    Es scheint sich nicht viel geändert zu haben .
    Das Ergebnis des Unfalls damslls 2 Gerade 19 jahre alte Männer Berufsunfähig und im Rollstuhl ,und ein magenleiden bei mir das unmöglich vom Unfall her kommen kann . Ich war ja schließlich nur der Kradmelder und Zeuge des Unfalls.
    Ich glaube wer selbst nicht Kamerradschaft kennen gelernt hat wird nicht verstehen was in einem vorgeht in solchen fällen wie Sie es in dem Buch beschreiben .
    Sicher der einsatz in AFG ist freiwillig , und doch sind viele davon ausgegangen das es nicht um Krieg geht. Und viele scheinen zuvergessen das in der Uniform ein Mensch steckt , der nicht mit dem Anziehen der Uniform sein Gewissen und seine Gefühle irgendwo in einem Spint läst.

  78. Sehr geehrte Heike Groos!
    Habe ihren Auftritt, bzw. Teilnahme an der Diskussionsrunde bei Anne Will gesehen.Prima,hat mir gefallen das Sie deutliche Worte gefunden haben..
    Weiter alles GUTE!
    Herzl.gruss Götz Sschmitz/Bonn

  79. Grüß Gott,

    Ich habe mich endlich an Ihr Buch rangetraut.
    Die von Ihnen so offen beschriebene Gefühle haben mich wirklich gerührt.
    Musste das Buch in mehreren Etappen lesen um nicht in Tränen auszubrechen.
    Ich war Anfang 2010 bei ISAF in Kunduz. Wurde da auch während einem Feuergefecht verwundet. Jetzt, fast ein Jahr später is Körperlich alles gut, aber es wurde PDBS festgestellt. Nun versuch ich langsam wieder “rund zu laufen”.
    (Was noch nicht wirklich klappt) Ich bin aber in der glücklichen Lage ein priv. Umfeld zu haben, das mich trägt und erträgt.
    Das Buch hat mir geholfen so manches Verhalten von mir und meinem Buddy besser zu verstehen. Auch das man das Erlebte nur mit Leuten wirklich bereden kann, die wissen was passiert ist.
    Im Regeldienst tu ich mir seitdem schwer. Kann so manchen Entscheidungen und Kommentare nur noch mit Kopfschütteln begegnen.
    Bin letztens belehrt worden, dass es bei der BW keine Autos gibt, sondern Dienst KFZ. Ja, richtig… aber haben wir hier nicht den Blick für die wirklich wichtigen Dinge verloren? Und genau die Menschen möchten dann was vom “Krieg” hören.
    Danke dass Sie das Buch geschrieben haben, danke für die Möglichkeit sich hier etwas von der Seele zu schreiben.
    Danke an alle die sich hier Informieren und das ganze konstruktiv Kommentieren.
    Alle die nicht in einem Feuergefecht waren und weder Tot und Verwundung erlebt haben… haltet euch zurück mit abfälligen Kommentaren. Ihr wart nicht dabei!!

    • Liebe Frau Groos!

      Ich habe Ihr Buch mit großem Interesse gelesen und kann Ihre Gefühle gut nachvollziehen!
      Ich habe keine Ahnung von militärischen Dingen und kann auch nicht beurteilen, ob der Auslandseinsatz von Deutschland in Afghanisten berechtigt ist oder nicht.

      Eine Frage ist bei mir allerdings aufgetaucht:
      Wie haben meine Eltern und Großeltern es geschafft, zwei Weltkriege und die dazugehörigen Bombennächte zu überleben, die Männer in den Kriegen und die Frauen hilflos zuhause?

      Wie haben SIE das verarbeitet, ganz ohne irgendeine Hilfe?

      Das soll keine provokante Frage sein, ich würde es wirklich gerne wissen!
      Was sagen Psychologen dazu?

      Liebe Grüße und Alles Gute an Sie!

      • Danke für Ihren Beitrag! Was unsere deutschen Nachkriegsgenerationen betrifft, nun, so haben sie es ja nicht wirklich verarbeitet. Da gab es viele depressive Verstimmungen, das so genannte “Kriegszittern”, viel Leid und Elend – aber hinter verschlossenen Türen. Es wurde nicht darüber geredet. Meine Generation kennt das noch. Mütter, die verhärmt sind, hart, alle Gefühle abgetötet, um sich und die Kinder durchzubringen. Später dann, als Rentnerinnen sassen sie auf der Terrasse oder im Garten und schwiegen. Oder die vielen “alten” Männer, die über nichts anderes reden konnten als über Krieg und Gefangenschaft und doch nie das Gefühl hatten, es interessiert jemanden. Vietnamheimkehrer in Amerika, die geächtet wurden und aus der Gesellschaft ausgestossen.
        Auch daher glauben ja wir “neuen” Veteranen, dass es so wichtig ist, offen zu reden und gesellschaftliche Akzeptanz zu finden.
        Sie finden ein interessantes Kapitel in Beantwortung Ihrer Frage im Buch “Die reden wir sterben” von Andreas Timmermann-Levanas und Andrea Richter, erschienen letztes Jahr im Campus Verlag. Herzliche Grüße!

  80. Liebe Frau Groos,
    danke für Ihre Antwort!

    Sie haben natürlich recht, alle diese Verhaltensweisen gibt es.
    Ich bin übrigens Jahrgang 1944, also” näher dran” als Sie, glaube ich. 😉

    Aber trotzdem: Wenn ich meine Eltern und Großeltern so anschaue, ich denke mir, sie haben das alles ganz gut bewältigt!
    Vielleicht war es auch deswegen, weil ALLE damals davon betroffen waren, was glauben Sie?
    Für mich gehört auch das starre Festhalten mancher ehemaligen Soldaten am Sinn des 2. Weltkrieges zu den Symptomen, weil ich glaube, sie würden zusammenbrechen, müßten sie sich eingestehen, daß sie nur mißbraucht worden sind.

    Auf jeden Fall werde ich mir das Buch besorgen!

    Liebe Grüße und alles Gute für Sie,
    Geistberer Isgard

  81. Liebe Frau Gross,

    ich habe die meisten Erlegbnis-Bücher über die Einsätze der Bundeswehr gelesen.
    Viele davon an einem Abend verschlungen. Für Ihr Buch “Ein schöner Tag zum Sterben” habe ich 2 Abende gebraucht, wegen der Länge.
    Ich bin tief bewegt über Ihre Schilderungen.
    Als ehemaliger Offizier habe ich in 3 Einsätzen in Bosnien viele ähnliche Situationen erlebt, so wie Sie die Kameradschaft, die Ersatzfamilie, die Trennung von ZuHause, die Realktion von Vorgsetzten im Einsatz und vor allem die Reaktionen von Vorgesetzten und Kameraden zu Hause beschreiben. Genauso das Abschied nehmen von den Kameraden, mit denen man den Einsatz zusammen erlebt hat, den missglückten Heimaturlkaub, die schwierige Wiedereingewöhnung in der Familie. Das Scheitern von Beziehungen, während und nach dem Einsatz. Auch die Schwierigkeiten, mit denen die zurückgebliebene Familie zu kämpfen hat. Meine Frau hat mit 4 Söhnen meine 18 Monate Einsatz durchgehalten.
    Nichts daran fand ich übertrieben; alles stimmt.
    Die Daheimgebliebenen können sich die tiefe emotionale Verbundenheit garnicht vorstellen, die zwischen Kameraden im Einsatz entsteht. Dabei müssen sie auch garnicht einversüchtig sein. Eine Schicksalsgemeinschaft entsteht durch andere Gesetze.
    Ebenso habe ich das Unverständnis, oftmals Neid, der nie im Einsatz gewesenen Kameraden erlebt. Sie wollten nicht oder konnten nicht gehen, haben aber absolut kein Verständnis für das Befinden der Zurückgekehrten.
    Für mich gibt es in der Armee eine DREI-KLASSEN-Gesellschaft: die nie im Einsatz Gewesenen – die Einsatz erfahrenen – und diejenigen, die kämpfen mussten. Als “Speerspitze” ganz oben sind diejenigen, die mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet worden sind.
    Ihr Buch hat die vielfältigen Empfindungen, die Soldaten im Einsatz bewegen, in ausgezeichneter Weise zum Ausdruck gebracht. Beim Lesen sind viele Erinnerungen in mir aufgestiegen, und manche Träne im Gedanken an die gefallenen Kameraden.

    Unser ältester Sohn war zweimal in Afghanistan, am 14.11.2005 und mit QRF3 in Frühsommer 2009. Alle Erlebnisse zusammen, insbesondere der Einsatz als Ersthelfer 2005, haben zu einer PTBS geführt. Er hat einen Schutzengel gehabt, als eine Panzerfaust seinen Fuchs traff und versagte. Seitdem fühlt er sich seit dem 04.06.09 neu geboren. Wir als Familie haben eine besonders schwierige Zeit durch gemacht, seit seiner Repatriierung bis heute. darüber könnten wir auch eine Buch schreiben, haben es allerdings in Form eines Familien-Blogs getan.

    Vor Ihrem Buch habe ich nicht verstanden, warum Sie auf einmal in Neuseeland leben; ich habe mich gefragt, welche Art von Flucht haben Sie begangen? Jetzt verstehe ich Sie voll und ganz!!

    Dieses Wiedererwachen nach einem Trauma, das Sie so eindrucksvoll emotional und detailliert beschreiben, hat unser Sohn zum (vorläufigen) Abschluss seiner PTBS-Therapie erlebt:
    “Heinrich, der Wagen bricht!”
    “Nein, mein Herr, der Wagen nicht.
    Es ist ein Band von meinem Herzen,
    als ich da lag in Schmerzen,
    als Ihr im Brunnen sasst!”
    (Der Froschkönig)

    Ihr Buch ist unbedingt lesenswert für jeden, der mehr als Sensationen sucht, der das Innenleben eines Soldaten kennenlernen will, und doch mit einem gewissen Unverständnis weiter leben muss, da ihm das Erleben von Soldaten in der Schicksalsgemeinschaft verschlossen bleibt. Das ist etwas Besonderes.

    mit sehr, sehr herzlichen Grüßen
    Ihr
    Frank Schwartz

  82. Geehrte Frau Gross,
    haben Sie vielen Dank für Ihren Einsatz. Auch Ihre Ehrlichkeit hat mich beeindruckt. Eines kam mir in den Sinn als ich Ihr erstes Buch las. Die uralte geschichte als eine schwer geplagte Frau voller Vertauen den Mantel eines Bedeutenden fasste, in der Vorstellung, daß sie gesund werden würde. Es hat geklappt. Es war Jesus Christus, Schöpfer und Erhalter der Welt. Die übrigens in nicht allzu weiter Entfernung nur noch ein kleiner Lichtpunkt ist. Aber totzdem kam er. Alsguter Vater hat er sich zuerst um die Benachteiligten gekümmert.
    Ich hoffe, dass die Kürze meines Kommentar bzw. Der Inhalt nicht ärgert, sodern froh und hoffnungsvoll macht.
    Herzliche Grüße.

  83. Sehr geehrte Frau Groos, sehr geehrte Frau Kollegin,
    ich habe Ihr Buch gelesen und finde es nicht gut, da ich zuallererst einen Bericht über Ihre ärztliche Tätigkeit unter Kriegsbedingungen erwartet habe und nicht überwiegend ein Psychogramm von Ihnen persönlich und all den traumatisierten Soldaten. So tragisch diese Schicksale auch sind, so bekommt man aber durch Ihr Buch fast den Eindruck, dass keiner der Soldaten sich den Anforderungen dort gewachsen fühlt und alle psychisch gebrochen zurückkommen. Das kann doch wohl nicht sein. Was stellt man sich denn vor, wenn man den Soldatenberuf wählt? Das hat doch nun einmal mit Tod und Sterben zu tun. So bitter und unsinnig jeder Krieg auch ist. Wenn man sich dem nicht gewachsen fühlt, darf man diesen Beruf doch nicht wählen. Auch von Ihnen als ehemalige Notärztin hätte ich mehr Professionalität erwartet. Oder Sie waren schliesslich ausgebrannt? Das kann und muss man natürlich akzeptieren. Ist es vielleicht auch dieser unsinnige und hinterhältige Krieg, wo man keinen Feind direkt sieht und bekämpfen kann, was einen dann so zermürbt?
    Jedenfalls hatte ich “Als Bundeswehrärztin in Afghanistan” etwas anderes erwartet, s. den Bericht im letzten Deutschen Ärzteblatt.
    Mit freundlichen Grüßen
    E.H.

  84. Das Begräbnis

    Da werden drei junge Menschen zu Grabe getragen,
    Gefallene, erschossen in Afghanistan.
    “Wird sind heute hier, um Sie zu umarmen”, und:
    “Wir stehen am Bett der Verwundeten”,
    sagt eine Figur – zu den Angehörigen!
    Der Weihrauch benebelt!
    “Gott hat den Tod nicht gemacht. Und
    er hat keine Freude am Tod der Lebenden!”,
    sagt einer im Pharisäergewand.
    Und: “Gift ist in einigen Menschen in Afghanistan!”
    Der Weihrauch kann nichts vernebeln,
    nicht einmal unsere “christliche Kultur”!
    Sie wurde zu Grabe getragen!

    (Zur Trauerfeier in Regen im Februar 2011)

  85. Da kann ich nur :Das von guttenberg-dosier von frederiek beck, Teil 1+2 empfehlen…
    Wer, warum, weshalb und wieso uns in die kriege führt!

  86. Sehr gehrte Frau Groos!
    Ich hatte Sie schon bei der Präsentation Ihres Buches in Koblenz kennen gelernt. Ihr Buch hat mir nur das wiedergegeben was ich schon imer befürchtet habe. Die Bundeswehrführung und auch die Bundesregierung haben sich nach meiner Meinung überhaupt nicht mit den Folgen des Einsatzes in Afghanistan auseinander gesetzt. Als Angehörige der NATO hätten die Politiker die befreundeten Nationen wie England und Amerika fragen können wie diese mit kriegerischen Einsätzen bzw. Kriegen umgehen. Der vorletzte Verteidigungsminister hat wenigstens erstmal zu gegeben, dass Deutschland und die Bundeswehr “Krieg” führen. Allerdings muss ich sagen, dass diese Erkenntnis auch nicht hilfreicher ist, denn ich bin nicht davon überzeugt, dass sich etwas ändert. Leider hat es bei dem letzten Anschlag einen General erwischt. Vieleicht ist dann die Führung aufgewacht. Es muss sich noch vieles ändern.
    Ich habe in meiner Reservistenkreisgruppe vier betroffene Kameraden mit PTBS Syndrom. Aus diesem Grunde kan ich Ihre Probleme gut nachvollziehen.
    Ich hoffe, dass Sie nochmals nach Koblenz kommen.

    Mit kameradschaftlichen Grüßen

    Jürgen Frey
    Stabsfeldwebel d. R.und
    Kreisvorsitzender Rhein-Lahn-Westerwald-Sieg

  87. Real clean site, appreciate it for this post.

  88. I was suggested this web site by my cousin. I am not sure whether this post is written by him as no one else know such detailed about my difficulty. You’re wonderful! Thanks!

  89. Soldatengottesdienst

    Der Bischof spricht vor uns von Gott,
    dem Herrn, der uns behüte,
    der Trost und Gnade uns gewährt
    in seiner großen Güte.

    In Demut beugen wir die Knie
    und singen fromme Lieder.
    So mancher, der hier niederkniet,
    der kommt wohl nimmer wieder.

    Was wird uns hier von Pflicht und Sünd’
    so alles vorgetragen?
    Wir machen unsre Augen zu,
    erlaubt sind keine Fragen!

    Wie hat der Bischof mich belogen?
    Ich liege unter Stahl verbogen,
    halt’ meine Eingeweide.
    Wo bist du, Bischof, bist du, Christ,
    wenn ich den Tod erleide?

    Wo warst du, als ich tötete
    die Frau, den Mann und auch das Kind?
    Als dann mein Kamerad verbrannte,
    mein Nachbar einfach explodiert‘?
    Und warum wird, verdammt, ein Mörder,
    am Ende noch als Held hofiert?

    Nein, dein Gebet, tief in der Nacht,
    hat nicht gewonnen unsre Schlacht.
    Und Bischof, seh’ ich deine Messe
    und deinen Trauergottesdienst,
    dann halt’ doch besser deine Fresse,
    der Friede ist nicht dein Verdienst.

  90. Hallo Frau Groos,

    ich habe Ihre beiden Bücher über den Afghanistaneinsatz gelesen und besonders die Schilderung der emotionalen Traumata fand ich sehr interessant. Allerdings finde ich schade, dass sie die Einnahme von Psychopharmaka grundsätzlich negativ darstellen, als wären sie zur Linderung von seelischen Problemen ungeeignet. Als Betroffener kann ich Ihnen versichern, dass schwere psychische Probleme nur mit Medikamenten wirksam behandelt werden können. Viele der jährlich über 10000 Suizide in Deutschland könnten durch die Behandlung mit Antidepressiva verhindert werden. Es ist nicht einfach das geeignete Mittel in der korrekten Dosierung zu ermitteln. Wer aber meint, nur mit Gesprächen und Introspektion seine Beschwerden in den Griff zu bekommen, der handelt grob fahrlässig seinem Körper gegenüber. Im Auslandseinsatz ist ein Soldat täglich (unterdrückter) Todesangst und Adrenalin ausgesetzt, was die Nerven nach einigen Monaten überreizt, da das Nervensystem für eine solche Dauerbelastung nicht ausgelegt ist. Da man Nerven nicht heilen kann, ist die Beruhigung mittels Medikamenten oft der einzige Weg in ein relativ normales Leben. Ich rate bei anhaltenden psychischen Beschwerden einen Nervenarzt aufzusuchen, ein Psychologe oder Psychotherapeut kann bei akuten Symptomen nicht helfen, da sie eher bei einer langfristigen Aufarbeitung Hilfestellung geben können. Natürlich sind Medikamente kein Allheilmittel, manchmal können sie die Symptome sogar noch verschlimmern. Sie aber kategorisch abzulehnen kann tödlich sein, das muss man leider so drastisch formulieren.

    Tobias Sander

  91. In der vergangenen Woche haben die USA mit Herrn Karzai und der afghanischen “Volksversammlung” die Einrichtung amerikanischer Stützpunkte in Afghanistan zunächst bis zum Jahr 2024 vereinbart.

    Mit dem Einsatz unserer Truppen hat die politische Kaste Deutschlands (egal ob rot-grün, schwarz-rot oder schwarz-gelb) dieses militärstrategische Ziel der USA unterstützt.

    Wenn es noch eines Beweises für die Dummheit und Verlogenheit deutscher Außen -und Sicherheitspolitik im vergangenen Jahrzehnt bedurft hätte – hier ist er.

    20. November 2011

  92. Liebe Heike Groos!
    Na was für ein Zufall…ich schaue SWR1/Leute night und sehe Sie.
    Schön das Ihnen gut geht!
    Weiterhin viel Erfolg beim schreiben, garteln, malen usw.
    Das sie noch weiterhin guten Kontakt zu “unseren Mädels und Jungs” in Afghanistan haben ist schön, den die brauchen unser Verständnis, Rückhalt.

    Bin mal gespannt wie die Afghanistankonferenz auf dem Petersberg im Siebengebirge bei Bonn verlaufen wird… eine Chance der BRD-Politiker etwas gutzumachen und vor allem dafür zu sorgen das die Bundeswehr-Soldaten ALLE zurückkommen!Oder soll der Tod vieler Soldaten umsonst gewesen sein….?Sollten die Politiker allerdings den endgültigen Abzug aus Afghanistan wieder(evtl.auf Druck von Nato,UNO und USA) verschieben wird das einfürallemal die Glaubwürdigkeit der BRD-Politiker beseitigen…Das über 70% der deutschen den Einsatz nicht befürworten zeigt ja das wir in Afghanistan nichts zu suchen haben.. Es geht nicht um die grundsätzliche Ablehnung der BW-Soldaten, der Menschen…sondern eine falsche Politik.
    Kein Krieg gegen freie Völker.Keinen Krieg gegen souveräne Völker.
    Gute Politiker reden und betreiben Diplomatie.und reden mit dem Gegner…
    Einge Zeit ist verstrichen und wieder hatten wir Kriege durch diejenigen welche immer wieder Kriege betreiben.Wir sollten daran nicht mehr teilnehmen!

    Die berühmte Seherin vom Rhein, die BUCHELA hat mal bezüglich …USA geschrieben/ 1983:
    “Ich aber sage Euch:
    Die Einfachen über dem grossen Wasser dürft ihr Freunde nennen, die “GROSSEN” nicht.Schlagt in euren Büchern nach, und ihr werdet erfahren, daß die Großen bisher jeden verraten haben der sich Freund nannte und so fühlte.Das Freundsein mit den Erhöhten und das Vertrauen, das ihr Ihnen entgegenbringt, wird euch bitter bekommen.
    Gebt die Hand den Nachbarn und haltet sie fest, auch wenn der Druck ob des erlittenen Leides noch nicht so fest ist.
    Die Fernen werden euch nicht beistehen, wenn ihr in Not seid und sie ruft.
    Wenn ihr glaubt wird euch Leid erspart bleiben.”

    • Ich habe zwar pazifistische Neigungen, aber ich glaube nicht, dass man vernünftig mit den Taliban reden kann. Radikale Islamisten legen den Koran so aus, dass man Andersgläubige töten muss, um in den Himmel zu kommen. Zur Zeit der Kreuzzüge hat die katholische Kirche die Bibel in ähnlicher Weise interpretiert. Die USA sehen sich selber ja als “one nation under God”, während die Taliban sich selbst als “Gotteskrieger” bezeichnen. Der Afghanistan-Krieg ein Glaubenskrieg?

  93. 10. Oktober 2011. Zu lesen unter: Streitkräfte&Gesellschaft, Verteidigungspolitik.

    neuer Film, “Auslandseinsatz”

    Erstmalig wird der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr aus Sicht der Soldaten vor Ort thematisiert

    Daniel und Ronnie sind Freunde seit Kindertagen. Jetzt gehen sie gemeinsam mit dem gebürtigen Afghanen Emal als Zeitsoldaten an den Hindukusch. Ihr Auftrag: den Wiederaufbau im Norden Afghanistans zu unterstützen, durch humanitäre Hilfe Stabilität schaffen, dazu beitragen, dass sich demokratische Strukturen etablieren können. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Was es bedeutet, in eine Region zu gehen in der Krieg herrscht, das wird den jungen Soldatinnen und Soldaten erst nach und nach bewusst. Schnell müssen sie sich in der ihnen völlig fremden Welt zurechtfinden und die richtigen Entscheidungen treffen. Die Aufbauhilfe vor Ort droht am Einfluss der Taliban zu scheitern. Immer mehr stellt sich die Frage nach dem Sinn ihres Einsatzes. In der Extremsituation des Krieges steht die Freundschaft von Daniel und Ronnie vor einer Zerreißprobe …

    Seit 2001 ist die Bundeswehr am Hindukusch im Einsatz. “Auslandseinsatz” (AT) ist der erste deutsche Fernsehfilm, der den Krieg und die Mission der Bundeswehr in Afghanistan zum Thema hat und dessen Handlung auch dort spielt. Die Dreharbeiten zu dem WDR-Fernsehfilm beginnen am 4. Oktober in Marokko. Regie führt Till Endemann (“Das Lächeln der Tiefseefische”, “Mondlandung”), der als Drehbuchautor und Regisseur für den Film “Flug in die Nacht – Das Unglück von Überlingen” u.a. mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Das Drehbuch schrieb – unter Mitarbeit von Nikola Bock – Grimme-Preisträger Holger Karsten Schmidt (“Mörder auf Amrum”, “Jenseits der Mauer”, “Zwölf Winter”, “Der Stich des Skorpion”). Als Feldwebel Daniel Gerber steht Max Riemelt (Deutscher Fernsehpreis und Grimme Preis für “Im Angesicht des Verbrechens”, “Der Rote Kakadu”) vor der Kamera, seinen Freund Ronnie Klein spielt Hanno Koffler (“Jenseits der Mauer”, “Nacht vor Augen”). Für die Rolle des Stabsunteroffiziers Emal Demir konnte Omar El-Saeidi (“München ’72″, “TATORT Rabenherz”) gewonnen werden. Bernadette Heerwagen (Grimme Preis für “An die Grenze” und “Grüße aus Kaschmir”) spielt die Entwicklungshelferin Anna, Henriette Müller (“Lila, Lila”, “Prinzessin”) die angehende Stabsärztin Sarah Schulz. In der Rolle ihres Vorgesetzten Hauptmanns Glowalla: Devid Striesow, der als bester Nebendarsteller in dem Oscar-preisgekrönten Film “Die Fälscher” den Deutschen Filmpreis und für seine Leistung in “Drei” den Preis der Deutschen Filmkritik erhielt.

    Zum Inhalt: Sie sind alle Mitte 20, und gemeinsam gehen sie als Zeitsoldaten nach Afghanistan: die beiden Freunde Daniel (Max Riemelt) und Ronnie (Hanno Koffler) sowie Emal (Omar El-Saeidi), ein gebürtiger Afghane, der einst mit seiner Familie nach Deutschland floh. Begleitet werden sie durch die angehende Stabsärztin Sarah Schulz (Henriette Müller). Ihr erster Auftrag ist die Wiederaufnahme des Kontaktes zu einem entlegenen Dorf und die Unterstützung der Hilfsorganisation vor Ort. Unterstützt werden sie von der Entwicklungshelferin Anna (Bernadette Heerwagen), die die Schüler vor Ort betreut. Die Begegnung mit Tara, der Tochter des Bürgermeisters Jamil, macht Daniel klar, auf welch fremde Welt sie hier stoßen: Ihr fehlen zwei Finger – von den Taliban abgeschnitten, weil sie es gewagt hatte, sich ihre Nägel zu lackieren. Die Aufbauarbeit erweist sich wegen der Taliban als weitaus schwieriger als gedacht. Die tägliche Bedrohung, die Fremdheit des Einsatzortes und ein erstes Gefecht setzen den Soldaten zu. Können sie wirklich das leisten, wofür sie nach Afghanistan geschickt wurden? Während Daniel verzweifelt versucht, in der Struktur der Bundeswehr seine Sicherheit zu finden und das Gefühl der Sinnlosigkeit zu überwinden, wird Ronnie zwischen Allmachtsgefühlen, Resignation und anarchistischer Wut hin- und hergerissen. Zwischen beiden kommt es zu Spannungen und Auseinandersetzungen, die ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellen. Die Lage spitzt sich zu, als einer von Jamils Söhnen von einem US-Trupp erschossen wird und Taras Zwangsverheiratung mit einem Taliban droht. Sollen die deutschen Soldaten helfend eingreifen und Tara in Sicherheit bringen? Oder dem Befehl der Nichteinmischung gehorchen?

    “Auslandseinsatz” (AT) ist eine Co-Produktion des Westdeutschen Rundfunks mit ARD Degeto und Relevant Film Produktionsgesesellschaft mbH, gefördert von der Film – und Medienstiftung NRW, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und BKM. Produzentin ist Heike Wiehle-Timm, ausführende Produzentin Nikola Bock. Redaktion: Götz Bolten (WDR), Bettina Reitz (Degeto). Gedreht wird noch bis Mitte November in Marokko und Köln. Voraussichtlicher Sendetermin 2012 im Ersten.

    (Textquelle: WDR.de;
    Bildquelle: Bundeswehr.de, deutsche ISAF-Soldaten in Afghanistan von der Schutzkompanie Kunduz, Artikel “Patrouille im Nordosten – die Schutzkompanie Kundus im Einsatz”)

  94. Liebe Frau Groos,

    Ihr Buch “Ein schöner Tag…” habe ich per Zufall in der Bibliothek ausgeliehen und in einem Rutsch gelesen.

    Ich bewundere Ihren Mut und Ihre Offenheit. Ich bin froh, selber mit meinem Umfeld nicht von solchen Einsätzen tangiert zu sein. Und ich finde es traurig, wie unsere Gesellschaft auf die Folgen der Betroffenen reagiert. Aber ich glaube schon, dass Ihr Buch und Ihre Aktivitäten dazu beigetragen haben, dass sich doch in letzter Zeit in Deutschland eine Einstellungsänderung ergeben hat, die sich auch darin ausdrückt, dass traumatisierte Soldaten besser begleitet werden sollen und dass das Engagement der BRD in dieser Form in Afghanistan bald beendet sein soll. Ich bin sicher, dass ganz viele Menschen, die vergleichbare Erfahrungen wie Sie gemacht haben, durch sie wieder Mut bekommen, vor allem sich verstanden und ernst genommen wissen und bei Ihnen Hilfe erfahren.

    Ihr Buch hat meine Auffassung, die ich schon immer hatte, bestätigt, dass militärische Eingriffe unsinnig sind. Trotzdem ist es möglich, dass durch diesen Einsatz in Afghanistan Menschenleben an anderer Stelle bewahrt wurden. Die meisten Menschen, die zum Militäreinsatz nach Afghanistan und anderswo hingehen, wollen auf diese Art zum Frieden in der Welt beitragen. Die Aktivitäten von Menschen wie Reinhard Erös, der seit Jahrzehnten soziale und medizinische Projekte in Afghanistan ins Leben ruft, führen meines Erachtens weiter und kosten eher keine Menschenleben. Wenn der Staat unser Geld in solche sozialen und medizinischen Projekte stecken würde, wie Erös sie ins Leben gerufen hat und wie sie es auch mit afghanischen Ärzten z.B. gemacht haben, könnte man echte gesellschaftliche und langfristige Veränderungen in Afghanistan und vergleichbaren Ländern besser voran bringen. Im Vergleich zu den militärischen Einsätzen wäre das noch spottbillig!

    Für die Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute, gerade auch für Ihr persönliches Leben und dass durch Ihre Aktivitäten noch viele Menschen ermutigt werden.

  95. Hallo Frau Groos,
    ich habe mit grossem Interesse Ihr Buch gelesen. Ich komme aus Koblenz, der Stadt in der auch die verletzten Soldaten aus Afghanistan operiert werden. Ich war viele Jahre Betreuerin für kriegsverletzte Kinder in unseren Kliniken hier in Koblenz. Meine Kinder kamen fast alle aus Afghanistan. Sie kamen alleine ohne Mama, schwer verletzt und verängstigt. Wir haben alles dafür getan sie zu retten. Nach der Bombardierung von Kabul kamen im nächsten Februar, Kinder ohne Arme und Beine, mit zerschossenen Augen, Gesichter von schönen kleinen Mädchen voller Granatsplitter, zusammen geschmolzene Finger, schwerste Verbrennungen von den Granaten. Bis heute kommen verletzte Kinder. Ich kenne ihre Schmerzen, ihre Lebensweise, ihre Tapferkeit, ihre unendliche Freude über kleine Dinge, wunderbare kleine Wesen. Ich liebe diese bescheidenen Kinder, die soviel ertragen müssen. Ich möchte dass hier auch darüber geschrieben wird. In unserer Stadt werden beide Seiten operiert und ich bin darüber verzweifelt. Soviel Leid in einem Land und niemand stellt es ab, niemand erklärt, warum das überhaupt so ist. Jeder packt sich die Taschen voll. Es hat sich kaum etwas gebessert. Richtig, wir alle haben uns verändert. Wir werden niemals die Schmerzensschreie vergessen. Wir werden den Gestank des Krieges von Blut, Eiter und Moder immer wieder in der Nase haben. Aber diese Dinge gibt es auf beiden Seiten. Ich hatte mal soviel Hoffnung. Jetzt hoffe ich nur noch, dass alle Soldaten gesund nach hause kommen und es für uns zu Ende ist. Für die Kinder von Afghanistan hoffe ich, dass sie was danach kommen wird, überleben und ihren Vätern und den Politikern verzeihen können. Ich weiss viele Soldaten gehen mit den besten Absichten dorthin, aber mit Waffen baut man keine soziale Gesellschaft auf.
    Ulla Schmidt

  96. In Demut, Achtung und Respekt, danke für diese Zeilen.

    Beste Grüße aus Herrenberg
    Bernd Friedlein

  97. Politikern in den Arm fallen ist gut,aber man sieht nichts davon.ich sage nur Weltwirtschaftskrise und Weltkrieg.Alles schon mal dagewesen

  98. Ich saß auch in dem Bus, damals im Juni 2003. Zwar war ich keiner der Heimkehrer, sondern inoffizielles Sicherungsgeleit, aber ich saß in diesem Bus.
    Ich gehörte viele Jahre als KdoFw zum KSK, habe noch viele Dinge nach diesem Anschlag erlebt, mitgemacht, in weiteren verschiedenen Ländern, etc…
    Gerade an tagen wie heute, Weihnachten, werden die Erlebnisse wieder aufgewühlt…

  99. Der letzte Eintrag war 2013. Sind alle inzwischen deutsche Soldaten zufrieden?

    Die Bundeswehr ist größtenteils abgezogen. Aktuell sind nur noch wenige deutsche Soldaten in AFG.

    Die Aussagen von Frau Groos sind (auch) ein wichtiges Zeitdokument. Durch die Sprenganschläge sind die Ansichten radikaler geworden. Frau Groos sagte im TV zur Tanklaster-Bombardierung, dass da jemand mal “Eier” (in der Hose) hatte, etwas entschieden und seine Leute geschützt habe.

    Jüngst wurde in Kunduz eine Klinik von einer Granate aus einer Hercules AC130 getroffen, als es bei der Klinik zu Kampfhandlungen kam.

  100. Vieles aus den Schilderungen von Frau Groos kenne ich aus früherer Zeit bei der Bundeswehr: Mangelnde Qualifikation und Suchtproblematik. Ärzte der Bundeswehr eines SAR-Rettungshubschraubers “therapierten” sich nach belastenden Einsätzen mit Alkohol und Tabak. Am Standort Ellwangen hatte ein Unteroffizier des Sanitätsdienstes sein Trauma mit Alkohol “bewältigt”, ein Wehrpflichtiger hatte sich die Pulsadern aufgeschnitten. Die Wehrpflichtigen wurden verheizt, über 20 Prozent meiner Brigade verliesen mit Schäden die Bundeswehr. Posttraumatische Belastungsstörung und Akute Stressreaktion wurden nicht diagnostiziert, nicht therapiert. Die Soldaten ließ man alleine mit ihrem Problem. Alkoholsucht war bei den Berufssoldaten weit verbreitet. Stressresilienz war gering. Verständlich, dass später in Afghanistan manche Soldaten bereits leichten Anforderungen, z.B. dem Anblick einer anfliegenden Rocket Propelled Grenade (RPG), nervlich nicht gewachsen waren. Der Einsatz war ja als rein humanitärer geplant gewesen. Ein Offizier des Sanitätsdienstes, welcher im Rang über Frau Gross steht, hat sich auch nach seinem Afghanistaneinsatz mit Alkohol und Marihuana behandelt, bis seine Ehefrau drohte ihn zu verlassen.

  101. Guten Abend,
    seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema um Auslandseinsätze. Nicht nur generelle politische Dinge wie R2P usw, sondern vorallem die menschlichen Ebenen interessieren mich sehr. Nachdem ich andere Bücher dazu gelesen habe und eine vielfältige Konversation mit einem Gleichaltrigen aus Kabul führe, bin ich auf Ihre Bücher gestoßen. Natürlich weiß ich als zivile Person nichts davon, was sich vor, in und nach einem Einsatz für einen verändert – Lesen ist ja bekanntlich nicht Erleben, aber durch geteilte Erfahrungen wie Ihre wird die Vorstellungskraft besser. Vielen Dank für den persönlichen Einblick und Ihren Dienst am Hindukusch – ein unklares Motiv schließt ja positive Taten nicht aus.


Comments RSS

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s